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Sonstige · W. NEUDORFF GMBH KG

COVIL UKV

BVL Zul.-Nr. 006193-66

COVIL UKV von W. Neudorff GmbH KG ist ein hochwirksames, flüssiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von unerwünschtem Aufwuchs auf den zugelassenen Flächen und Kulturen. Die innovative Kombination aus einer schnell wirkenden Kontaktherbizid-Komponente und einem systemischen Wachstumsregulator macht dieses Produkt zu einer zuverlässigen Lösung im modernen Vegetationsmanagement. Es wurde speziell entwickelt, um sowohl ein- und zweikeimblättrige Unkräuter als auch hartnäckige Moose und Algen effektiv zu kontrollieren.

Dank der cleveren Formulierung erzielt das Mittel eine schnelle optische Wirkung bei gleichzeitig nachhaltiger Unterdrückung des Wiederaustriebs. Dies prädestiniert COVIL UKV für den Einsatz in Bereichen, in denen eine saubere Optik und eine langanhaltende Wirkung gleichermaßen gefordert sind. Die flüssige Formulierung lässt sich hervorragend dosieren und ausbringen, was die Handhabung in der Praxis besonders anwenderfreundlich gestaltet.

Wirkstoffe

Maleinsäurehydrazid
40.17 g/L · Wirkstoff
Pelargonsäure
186.7 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von COVIL UKV basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Der Wirkstoff Pelargonsäure fungiert als reines Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die grünen Pflanzenteile zerstört die Fettsäure die Zellmembranen der Schaderreger innerhalb kürzester Zeit. Dies führt zu einem schnellen Austrocknen des getroffenen Gewebes, was sich bereits nach wenigen Stunden durch sichtbare Welkesymptome an Unkräutern, Moosen und Algen zeigt. Ergänzt wird diese Kontaktwirkung durch das systemisch wirkende Maleinsäurehydrazid. Dieser Wirkstoff wird von den verbliebenen grünen Pflanzenteilen aufgenommen und in die Vegetationspunkte transportiert. Dort blockiert er die Zellteilung (Mitose) in den Meristemen. Durch diese gezielte Hemmung des Wachstums wird der Wiederaustrieb der behandelten Schaderreger über einen langen Zeitraum effektiv unterbunden, was die Wirkungsdauer im Vergleich zu reinen Kontaktherbiziden drastisch verlängert.

Resistenzmanagement

Da COVIL UKV auf einer Kombination aus einer physikalisch-chemisch wirkenden Fettsäure (Pelargonsäure) und einem Wachstumsregulator (Maleinsäurehydrazid) beruht, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung als äußerst gering einzustufen. Um diesen Status langfristig zu sichern, solltest du das Produkt dennoch in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Der Wechsel mit mechanischen Maßnahmen oder Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen stellt sicher, dass keine Selektion widerstandsfähiger Biotypen stattfindet.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist stets auf die physikalische und chemische Kompatibilität der Mischungspartner zu achten. COVIL UKV sollte bevorzugt als Soloprodukt ausgebracht werden, um die optimale Benetzung und Eindringtiefe der Pelargonsäure nicht zu beeinträchtigen. Falls Mischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Additiven geplant sind, empfiehlt sich vorab ein einfacher Mischbarkeitsversuch (Kübeltest). Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extrem hartes Wasser, da dies die Emulsionsstabilität der Fettsäure beeinflussen kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit COVIL UKV steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille, um direkten Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Bestände legen und Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Wege und Plätze mit HolzgewächsenMoose, Algen0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeMoose, Algen0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenMoose, Algen0.0167 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenMoose, Algen167 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenMoose, Algen167 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeMoose, Algen167 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für dich, um COVIL UKV gegen Unkräuter einzusetzen?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Frühjahr oder Sommer, wenn die Unkräuter aktiv wachsen und eine ausreichende Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme ausgebildet haben. Achte darauf, dass die Pflanzen trocken sind und in den nächsten Stunden kein Regen zu erwarten ist, damit die Pelargonsäure ihre volle Kontaktwirkung entfalten kann.

Wie wirkt sich die Temperatur auf den Behandlungserfolg aus?

Da Pelargonsäure eine temperaturabhängige Wirkung zeigt, solltest du COVIL UKV idealerweise bei Temperaturen ab 15 °C anwenden. Bei warmem und sonnigem Wetter läuft der Austrocknungsprozess der Schaderreger deutlich schneller ab, was zu einem rascheren sichtbaren Erfolg führt.

Kannst du das Mittel auch auf gepflasterten Flächen oder Wegen nutzen?

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Nichtkulturland wie Wegen, Plätzen oder Gleisanlagen unterliegt in Deutschland strengen rechtlichen Vorgaben (Genehmigungspflicht nach § 12 Abs. 2 PflSchG). Prüfe vor der Anwendung genau, ob für deine spezifische Fläche eine entsprechende Genehmigung vorliegt oder beantragt werden muss.

Warum treiben die Unkräuter nach der Behandlung mit COVIL UKV nicht so schnell wieder aus?

Das liegt am enthaltenen Maleinsäurehydrazid. Während die Pelargonsäure das oberirdische Blattwerk schnell verbrennt, wandert das Maleinsäurehydrazid systemisch in die Wurzeln und Wachstumszonen. Dort blockiert es die Zellteilung, sodass der typische schnelle Wiederaustrieb, den man von reinen Kontaktherbiziden kennt, effektiv verhindert wird.

Was musst du bei der Applikationstechnik beachten, um Abdrift zu vermeiden?

Verwende für die Ausbringung stets abdriftmindernde Düsen und arbeite mit einem angemessenen, nicht zu hohen Spritzdruck. Da COVIL UKV ein Kontaktherbizid enthält, ist eine gleichmäßige und vollständige Benetzung der Zielflächen entscheidend, während benachbarte Kulturpflanzen strikt vor Spritznebel geschützt werden müssen.

Wie verhältst du dich, wenn nach der Anwendung Regen einsetzt?

COVIL UKV benötigt eine gewisse Antrocknungszeit, um vollständig in die Pflanze einzudringen. Setzt innerhalb von 2 bis 3 Stunden nach der Behandlung starker Regen ein, kann der Wirkstoff abgewaschen werden, was die Effizienz insbesondere der systemischen Komponente (Maleinsäurehydrazid) deutlich verringert. In diesem Fall musst du die Wirkung beobachten und gegebenenfalls eine Nachbehandlung einplanen.