Alle Mittel
Sonstige · Syngenta Agro GmbH

COMPO Universal Pilz-frei Duaxo N

BVL Zul.-Nr. 034560-88

COMPO Universal Pilz-frei Duaxo N ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in verschiedenen Kulturen. Formuliert als Suspensionskonzentrat (SC) mit dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin (250 g/l) bietet dieses Fungizid sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Verteilung in der Kultur und eine langanhaltende Wirkung aus.

Das Anwendungsspektrum umfasst wichtige Gemüse-, Hülsenfrüchte- und Sonderkulturen. Es schützt die Kulturen zuverlässig vor wirtschaftlich bedeutenden Krankheiten wie Echten und Falschen Mehltaupilzen, Rostpilzen, Sclerotinia-Arten sowie verschiedenen Blattfleckenkrankheiten. Durch die systemische und translaminare Verteilung im Blattgewebe werden auch unbehandelte Blattunterseiten und der Neuzuwachs effektiv geschützt.

Dank der flexiblen Zulassung kann das Mittel in vielen verschiedenen BBCH-Stadien eingesetzt werden. Es ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen integrierten Pflanzenschutz, um die Vitalität der Kulturen zu sichern, Ertragsverluste zu minimieren und die Qualität der Ernteprodukte zu optimieren.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI-Inhibitoren) eingestuft. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin bindet spezifisch an die Qo-Schnittstelle des Cytochrom-b-Komplexes (Komplex III der Atmungskette) und verzögert beziehungsweise blockiert dadurch den Elektronentransport. Dieser Entzug der Energiequelle (ATP-Synthese) führt zu einem raschen Wachstumsstopp des Schaderregers. Die Wirkung setzt bereits bei der Sporenkeimung und der Penetration des Pilzes in das Pflanzengewebe ein. Neben der direkten fungiziden Wirkung zeigt Azoxystrobin oft positive physiologische Effekte auf die Kultur, wie eine verbesserte Stickstoffeffizienz und einen verzögerten Alterungsprozess (Greening-Effekt).

Resistenzmanagement

Aufgrund des spezifischen Einort-Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe 11) besteht bei Azoxystrobin ein hohes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen bei Schaderregern. Um die Wirksamkeit langfristig zu sichern, solltest du das Pflanzenschutzmittel strikt im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus (z. B. Triazole oder SDHI) einsetzen. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison gemäß der BVL-Zulassung darf nicht überschritten werden, und vorbeugende Behandlungen sind stets dem kurativen Einsatz vorzuziehen.

Mischbarkeit & Tankmischung

COMPO Universal Pilz-frei Duaxo N ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und Blattdüngern mischbar. Vor der Ansetzung einer Tankmischung empfiehlt es sich jedoch immer, eine physikalische Mischbarkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (neutraler pH-Wert) und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung, um Phytotoxizität in empfindlichen Kulturen zu verhindern. Die Zugabe von zusätzlichen Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Benetzung optimiert ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe, Schutzbrille) bei der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen direkt in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind, verzichten. Behandlungen sollten bevorzugt in den späten Abendstunden durchgeführt werden, wenn der Bienenflug beendet ist. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Biodiversität zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii), Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
Dicke BohneSclerotinia sclerotiorum, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae)1 LITER_PER_HECTARE14T
Rucola-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze, Pilzliche Blattfleckenerreger13–391 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
WassermeloneEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Kümmelpilzliche Doldenerkrankungen, Echte Mehltaupilze51–591 LITER_PER_HECTARE
SalateRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
TomatePhytophthora infestans21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
BlumenkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
ZucchiniEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–9150 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
EndivienRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MeloneEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Phytophthora capsici, Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenRhizoctonia spp.13–893 LITER_PER_HECTARE
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)12–391 LITER_PER_HECTARE35T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)1 LITER_PER_HECTARE35T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
ZucchiniEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze13–991 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
TomatePhytophthora infestans21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
BuschbohneRostpilze1 LITER_PER_HECTARE7T
SchalotteMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRostpilze0.96 LITER_PER_HECTARE
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
SpeisezwiebelMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRostpilze13–970.96 LITER_PER_HECTARE
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)1 LITER_PER_HECTARE7T
ErbseSclerotinia sclerotiorum, Brennfleckenkrankheit (Phoma medicaginis var. pinodella)1 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
ArtischockePilzliche Blattfleckenerreger0.75 LITER_PER_HECTARE7T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–991 LITER_PER_HECTARE42T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE10T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze13–391 LITER_PER_HECTARE14T
ErbsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
RadieschenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)64–991 LITER_PER_HECTARE14T
PhaceliaBotrytis-Arten (Botrytis spp.)13–391 LITER_PER_HECTARE
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger13–191 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–891 LITER_PER_HECTARE
SalateRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
KohlgemüsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–890.75 LITER_PER_HECTARE28T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Salat-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit COMPO Universal Pilz-frei Duaxo N?

Der beste Zeitpunkt für die Anwendung ist stets vorbeugend (protektiv), bevor erste sichtbare Symptome des Schaderregers auf den Blättern auftreten. Achte auf Infektionsbedingungen wie anhaltende Feuchtigkeit oder warme Temperaturen, die Pilzkrankheiten begünstigen, und behandle frühzeitig, um deine Kultur optimal zu schützen.

Wie wirkt sich der sogenannte „Greening-Effekt“ von Azoxystrobin auf meine Kultur aus?

Neben dem reinen Schutz vor Schaderregern beeinflusst der Wirkstoff positiv die Physiologie der Kultur. Er verlangsamt den Abbau von Chlorophyll, wodurch die Blätter länger grün und photosynthetisch aktiv bleiben. Dies kann insbesondere unter Stressbedingungen wie Trockenheit zu einer besseren Ertragsbildung und einer gesteigerten Vitalität beitragen.

Kann ich das Pflanzenschutzmittel auch bei unbeständigem Wetter anwenden?

Nach dem Antrocknen des Spritzbelags auf der Blattoberfläche ist das Mittel sehr regenfest, da der Wirkstoff rasch translaminar in das Blattgewebe eindringt. Dennoch solltest du die Behandlung nicht unmittelbar vor angekündigten Niederschlägen durchführen; eine regenfreie Zeit von mindestens ein bis zwei Stunden nach der Applikation ist für eine optimale Wirkung ideal.

Warum ist der Wechsel der Wirkstoffklasse bei diesem Produkt so wichtig?

Da Azoxystrobin als QoI-Inhibitor (FRAC-Gruppe 11) an einer sehr spezifischen Stelle im Atmungssystem des Pilzes ansetzt, können Schaderreger durch Mutationen schnell Resistenzen entwickeln. Wenn du den Wirkstoff wiederholt ohne Partner einsetzt, riskierst du einen schnellen Wirksamkeitsverlust. Wechsle daher immer mit Wirkstoffen ab, die andere Stoffwechselwege des Pilzes angreifen.

Wie verhält sich das Produkt bei extremen Temperaturen während der Applikation?

Vermeide Spritzungen bei praller Sonne und Temperaturen über 25 °C, da dies zu Verbrennungen (Phytotoxizität) an empfindlichen Kulturen führen kann. Nutze stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Dies sorgt zudem für eine bessere Benetzung, da die Spritzbrühe auf dem Weg zum Blatt nicht so schnell verdunstet.

Wie finde ich heraus, ob dieses Mittel für meine spezifische Kultur zugelassen ist?

Überprüfe dazu die genauen Angaben im Zulassungsregister des BVL oder nutze die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech. Achte darauf, dass die Aufwandmengen, die Anzahl der erlaubten Behandlungen und die Wartezeiten je nach Kultur und Anwendungsort (Freiland oder Gewächshaus) stark variieren können.