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COMPO Rasendünger plus Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 027821-67

COMPO Rasendünger plus Unkrautvernichter ist eine bewährte Kombination aus einem hochwertigen Rasendünger und zwei systemischen Herbizid-Wirkstoffen. Dieses Pflanzenschutzmittel wurde speziell für die Pflege und Sanierung von Rasenflächen (Kultur) im Haus- und Kleingartenbereich entwickelt. Durch die feste Granulatformulierung ermöglicht es eine einfache, staubfreie Ausbringung, bei der die Nährstoffversorgung direkt mit der gezielten Regulierung unerwünschter Schaderreger verknüpft wird.

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band zweikeimblättriger Unkräuter im Rasen. Typische Problemunkräuter wie Löwenzahn, Weißklee, Wegerich-Arten und Gundermann werden zuverlässig erfasst, während die Gräser der Rasennarbe geschont und gleichzeitig durch die integrierten Düngerkomponenten gestärkt werden. Dies führt zu einem schnellen Lückenschluss und einer dichten, grünen Grasnarbe.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur chemischen Gruppe der synthetischen Auxine (Wuchsstoffherbizide, eingeordnet in die HRAC-Gruppe 4). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel verteilt sich der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze und reichert sich besonders in den meristematischen Geweben (Wachstumszonen) an. Dies führt zu einer massiven Überstimulation des Zellwachstums. Die betroffenen zweikeimblättrigen Unkräuter zeigen charakteristische Deformationen wie epinastische Krümmungen der Stängel und Blätter, gefolgt von einem Zusammenbruch des pflanzlichen Transportsystems. Da einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser diese Wirkstoffe wesentlich schneller abbauen und metabolisieren können, bleiben sie bei sachgerechter Anwendung unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Da es sich bei den Wirkstoffen um Wuchsstoffe der HRAC-Gruppe 4 handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei typischen Rasenunkräutern im Hausgartenbereich als gering einzustufen. Dennoch solltest du zur Vorbeugung von Selektionen eine einseitige, dauerhafte Anwendung vermeiden. Integriere mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine ausgewogene Nachsaat in dein Pflegeregime, um den Unkrautdruck dauerhaft niedrig zu halten und die Konkurrenzkraft der Kultur zu stärken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da dieses Pflanzenschutzmittel als festes Granulat formuliert ist und trocken auf die Rasenfläche ausgebracht wird, entfällt die klassische Herstellung einer Spritzbrühe im Tank. Eine physikalische Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern ist daher nicht möglich und nicht zulässig. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf taunassem Rasen am Morgen erfolgen, damit das Granulat an den Blättern der Schaderreger haften bleibt, gefolgt von einer Beregnung nach ein bis zwei Tagen, um die Düngerwirkung im Boden zu aktivieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, um direkten Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse vorliegt, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Vermeide die Anwendung auf Flächen, auf denen aktuell blühende Unkräuter (wie Löwenzahn oder Klee) aktiv von Bienen beflogen werden, oder verlege die Behandlung in die Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug. Achte zudem darauf, dass kein Granulat auf angrenzende Beete, Gehölze oder in Oberflächengewässer gelangt, um empfindliche Nichtzielpflanzen und aquatische Organismen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um dieses Pflanzenschutzmittel auf deinem Rasen anzuwenden?

Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter von Mai bis August besonders effektiv. Wähle einen Tag, an dem die Temperaturen dauerhaft über 10 °C liegen und kein Frost mehr zu erwarten ist, da die systemischen Wirkstoffe ein aktives Pflanzenwachstum für die Aufnahme benötigen.

Wie bereitest du deinen Rasen optimal auf die Behandlung vor?

Mähe deinen Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Zeit, neue Blattmasse zu bilden, über die sie die Wirkstoffe optimal aufnehmen können. Am Anwendungstag selbst sollte der Rasen leicht feucht sein (z. B. durch Morgentau), damit das Granulat gut an den Blättern haftet.

Was musst du bezüglich des Betretens der Rasenfläche nach der Anwendung beachten?

Nach der Ausbringung solltest du den Rasen so lange nicht betreten, bis das Granulat durch Regen oder eine gezielte Bewässerung (frühestens 24 bis 48 Stunden nach der Anwendung) vollständig in den Boden eingewaschen wurde. Halte auch Haustiere während dieser Zeit von der behandelten Fläche fern.

Wie gehst du vor, wenn du nach der Unkrautbekämpfung neuen Rasen nachsäen möchtest?

Da die Wirkstoffe im Boden eine gewisse Nachwirkung haben können, solltest du nach der Anwendung mindestens 6 bis 8 Wochen warten, bevor du eine Nachsaat durchführst. So verhinderst du, dass die empfindlichen Keimlinge der neuen Rasengräser geschädigt werden.

Warum zeigt das Produkt bei kühlem oder extrem trockenem Wetter eine verminderte Wirkung?

Die Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba sind systemische Wuchsstoffe, die auf den aktiven Stoffwechsel der Schaderreger angewiesen sind. Bei Kälte oder extremer Trockenheit stellen die Unkräuter ihr Wachstum weitgehend ein, wodurch die Aufnahme und der Transport der Wirkstoffe in der Pflanze blockiert werden.