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Sonstige · COMPO GmbH

COMPO Rasendünger gegen Unkraut + Moos

BVL Zul.-Nr. 027820-61

COMPO Rasendünger gegen Unkraut + Moos ist ein bewährtes Kombinationsprodukt, das speziell für die Pflege und Sanierung von Rasenflächen im Haus- und Kleingartenbereich entwickelt wurde. Es vereint eine gezielte Nährstoffversorgung mit einer hocheffektiven Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter und Moos. Als Granulat formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel sauber und gleichmäßig ausbringen, um lückenhafte oder verunkrautete Rasenflächen schnell wieder in dichte, sattgrüne Teppiche zu verwandeln.

Die Formulierung kombiniert selektive Herbizid-Wirkstoffe mit einem hohen Anteil an Eisen-II-sulfat. Dadurch werden typische Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Klee und Wegerich-Arten im Wuchs gehemmt und sterben ab, während gleichzeitig Moosnester austrocknen und sich braun-schwarz verfärben. Der enthaltene Düngeranteil unterstützt die Kultur dabei, die entstandenen Lücken rasch durch gesundes Graswachstum zu schließen.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff
Eisen-II-sulfat
266 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen herbiziden Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe, die von den Blättern der zweikeimblättrigen Unkräuter rasch aufgenommen und in der gesamten Pflanze transportiert werden. Dies führt zu einem unkontrollierten, übermäßigen Zellstreckungswachstum (Epinastie), wodurch die Unkräuter regelrecht „auswachsen“ und schließlich absterben. Die einkeimblättrigen Gräser der Rasen-Kultur vertragen diese Wirkstoffe in den empfohlenen Aufwandmengen problemlos. Der dritte Wirkstoff, Eisen-II-sulfat, zielt direkt auf die Moosbekämpfung ab. Er entzieht den Moosen durch seine stark entwässernde und oxidierende Wirkung die Lebensgrundlage. Die Moosstrukturen sterben oberflächlich ab, verfärben sich dunkel und lassen sich anschließend leicht mechanisch entfernen. Gleichzeitig dient das Eisen als wichtiger Mikronährstoff, der die Chlorophyllbildung der Gräser anregt und für ein tiefes Grün sorgt.

Resistenzmanagement

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um eine Kombination zweier unterschiedlicher synthetischer Auxine (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielunkräutern als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du die Anwendung auf maximal ein- bis zweimal pro Saison beschränken. Flankierende mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechtes Vertikutieren und eine ausgewogene Grunddüngung stärken die Konkurrenzkraft der Kultur und minimieren den Selektionsdruck auf verbleibende Schaderreger.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da COMPO Rasendünger gegen Unkraut + Moos als festes Granulat zur Trockenausbringung formuliert ist, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern in der Spritze weder vorgesehen noch technisch möglich. Für eine optimale Wirkung sollte die Ausbringung auf taufeuchtem Rasen an einem regenfreien Tag erfolgen, damit das Granulat gut an den Unkrautblättern haften bleibt. Eine anschließende Bewässerung sollte erst nach etwa ein bis zwei Tagen erfolgen, um die Wirkstoffe nicht vorzeitig abzuwaschen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse vorliegt, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des Bienenflugs und nicht auf blühenden Unkräutern, um bestäubende Insekten zu schonen. Achte darauf, dass das Produkt nicht in angrenzende Gewässer gelangt, und halte einen Sicherheitsabstand zu empfindlichen Gartenpflanzen ein, um Abdriftschäden zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf meinem Rasen anzuwenden?

Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsperiode der Unkräuter und des Mooses von Frühjahr bis Herbst (ca. Mai bis August) am effektivsten. Achte darauf, dass die Temperaturen konstant über 10 °C liegen, da die herbiziden Wirkstoffe bei warmem, wüchsigem Wetter am besten von den Schaderregern aufgenommen werden.

Muss ich den Rasen vor oder nach der Anwendung mähen?

Es wird empfohlen, den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Behandlung zu mähen, damit die Unkräuter genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme bilden können. Nach der Ausbringung solltest du mindestens eine Woche mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.

Wie verhalte ich mich, wenn Haustiere den behandelten Rasen nutzen wollen?

Du solltest Haustiere (wie Hunde und Katzen) während der Anwendung und bis zur vollständigen Auflösung des Granulats durch Regen oder Bewässerung von der Rasenfläche fernhalten. Sobald das Produkt eingewaschen ist und die Fläche abgetrocknet ist, kann der Rasen wieder bedenkenlos betreten werden.

Warum verfärbt sich das Moos nach der Behandlung schwarz und was muss ich dann tun?

Die Schwarzfärbung ist das direkte Zeichen für die erfolgreiche Wirkung des Eisen-II-sulfats, welches das Moos abtötet. Nach etwa 10 bis 14 Tagen ist das Moos vollständig abgestorben und vertrocknet; du solltest es dann gründlich ausrechen oder vertikutieren, um Platz für das Nachwachsen der Gräser zu schaffen.

Kann ich das Granulat auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, das Produkt sollte nicht auf jungen Rasenflächen im Aussaatjahr angewendet werden. Die jungen Keimlinge der Gräser sind noch zu empfindlich gegenüber den herbiziden Wirkstoffen. Verwende das Mittel erst auf etablierten Rasenflächen, die mindestens ein Jahr alt sind.

Was muss ich tun, wenn versehentlich Granulat auf meine Terrasse gelangt ist?

Kehre das Granulat sofort trocken von Steinplatten, Beton oder Holzterrassen ab. Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat reagiert mit Feuchtigkeit und führt auf diesen Oberflächen zu hartnäckigen, rostbraunen Flecken, die sich nur sehr schwer wieder entfernen lassen. Vermeide daher unbedingt das feuchte Abspülen auf solchen Flächen.