COM 503 15 H GR
COM 503 15 H GR von terrasan ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel in Granulatform (GR), das gezielt für die Regulierung von zweikeimblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Durch seine feste Formulierung eignet es sich hervorragend für die streuende Ausbringung auf Rasenflächen (Kulturcode NNNZW), wo es eine selektive Wirkung entfaltet, ohne die Gräser zu schädigen.
Die Kombination der beiden bewährten Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba deckt ein breites Spektrum an typischen Unkrautarten ab. Das Granulat ermöglicht eine einfache, staubfreie Handhabung und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe direkt am Boden und an den bodennahen Pflanzenteilen der Schaderreger.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Hormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln der zweikeimblättrigen Unkräuter kommt es zu einer Überstimulation des Wachstums. Dies führt zu einem unkontrollierten, asymmetrischen Zellstreckungswachstum, das sich optisch durch typische Verkrümmungen (Epinastie) an Stängeln und Blättern äußert. In der Folge bricht das Leitgewebe der Schaderreger zusammen, die Nährstoff- und Wasserversorgung wird unterbrochen, und die Unkräuter sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Einkeimblättrige Kulturen wie Gräser tolerieren diese Wirkstoffe aufgrund ihres abweichenden Metabolismus und Gewebeaufbaus.
Resistenzmanagement
Um einer Resistenzbildung bei den Zielunkräutern vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Da beide Wirkstoffe zur selben Wirkstoffklasse (HRAC-Gruppe 4) gehören, ist es ratsam, in der Fruchtfolge oder bei Folgebehandlungen auf Herbizide mit anderen Wirkmechanismen zurückzugreifen. Mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine ausgewogene Düngung unterstützen die Konkurrenzkraft der Kultur und minimieren den Selektionsdruck.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei COM 503 15 H GR um ein festes Granulat zur Trockenausbringung handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht vorgesehen. Falls du eine Kombination mit anderen Pflegemaßnahmen planst, solltest du auf eine zeitlich versetzte Anwendung achten. Eine Ausbringung zusammen mit trockenen Rasendüngern im selben Arbeitsgang ist nur dann zu empfehlen, wenn die Streugeräte präzise auf die unterschiedlichen Korngrößen kalibriert sind, um Entmischung und Dosierfehler zu vermeiden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung in den Abendstunden, wenn keine Bienen fliegen, sowie die Vermeidung von Streuverlusten auf blühende Unkräuter. Achte strikt darauf, dass kein Granulat auf versiegelte Flächen oder direkt in Oberflächengewässer gelangt, um aquatische Organismen zu schützen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von COM 503 15 H GR?
Die Anwendung ist am effektivsten, wenn die Unkräuter im aktiven Wachstum sind und ausreichend Blattfläche zur Aufnahme der Wirkstoffe ausgebildet haben. Idealerweise bringst du das Granulat an einem wüchsigen Tag auf feuchten Rasen (z. B. morgens bei Tau) aus, damit die Körner gut an den Blättern der Schaderreger haften bleiben. Danach sollte es für mindestens 24 Stunden trocken bleiben, damit die Wirkstoffe nicht abgewaschen werden.
Wie wirkt sich die Bodentemperatur auf die Effizienz des Mittels aus?
Da die Wirkstoffe als synthetische Auxine das Wachstum stören, benötigt das Pflanzenschutzmittel aktive Stoffwechselprozesse in den Unkräutern. Bei Bodentemperaturen unter 10 °C verlangsamt sich die Wirkung deutlich. Optimale Ergebnisse erzielst du bei milden, wüchsigen Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C.
Darf ich den Rasenschnitt nach der Behandlung kompostieren?
Nein, den Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung solltest du nicht zum Mulchen oder für den Kompost im eigenen Garten verwenden. Rückstände von 2,4-D und Dicamba können im Kompost überdauern und empfindliche zweikeimblättrige Kulturpflanzen wie Tomaten oder Blumen schädigen.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meinen Rasen?
Du kannst im Hub über die Filtersuche gezielt nach der Kultur "Rasen" oder dem entsprechenden Kulturcode filtern. Kombiniere dies mit dem Schaderreger "Zweikeimblättrige Unkräuter", um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Alternativprodukte und deren Wirkstoffklassen anzuzeigen.
Kann ich das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?
Nein, junge Rasengräser im Keim- und frühen Jugendstadium reagieren empfindlich auf hormonelle Herbizide. Du solltest das Produkt erst auf etablierten Rasenflächen anwenden, die mindestens ein Jahr alt sind oder bereits mehrmals gemäht wurden, um Schäden an der jungen Grasnarbe zu vermeiden.
Was muss ich bei der Bewässerung nach der Ausbringung beachten?
Nach der Ausbringung des Granulats auf den feuchten Rasen sollten die Wirkstoffe zunächst über die Blätter aufgenommen werden. Warte daher mindestens 24 bis 48 Stunden mit einer Beregnung. Wenn es zu schnell nach der Anwendung stark regnet, werden die Wirkstoffe abgewaschen, bevor sie ihre systemische Wirkung entfalten können.