COM 502 02 H
COM 502 02 H von terrasan ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von Moosen. Basierend auf dem bewährten Wirkstoff Eisen-II-sulfat bietet dieses Produkt eine schnelle und sichtbare Wirkung auf den behandelten Flächen. Es ist als festes Präparat konzipiert, was eine gleichmäßige Verteilung auf den betroffenen Arealen ermöglicht.
Das Produkt ist primär für den Einsatz gegen Moose in den dafür zugelassenen Bereichen (wie Rasenflächen oder spezifischen Nichtkulturland-Flächen gemäß der Zulassung NNNZW) optimiert. Durch die gezielte Austrocknung der Moosnester wird die Konkurrenzkraft der erwünschten Gräser gestärkt, sodass sich eine dichte Narbe ohne störende Moosbildung entwickeln kann.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat entfaltet seine Wirkung primär über einen physikalisch-chemischen Kontaktmechanismus. Nach dem Kontakt mit dem Moos führt das Eisen-II-sulfat zu einer schnellen Oxidation und Zerstörung der Zellmembranen des Schaderregers. Dies löst eine rasche Plasmolyse (Entzug von Zellwasser) aus, was sich optisch durch eine charakteristische Schwarzfärbung und das anschließende Absterben des Mooses innerhalb weniger Tage zeigt. Da Moose im Gegensatz zu höheren Kulturpflanzen keine schützende Wachsschicht (Kutikula) besitzen, reagieren sie extrem empfindlich auf die austrocknende Wirkung des Eisensalzes. Höhere Gräser und tiefwurzelnde Kulturen tolerieren den Wirkstoff in den empfohlenen Aufwandmengen gut und nutzen das freiwerdende Eisen oft sogar als Mikronährstoff zur Förderung der Blattgrünbildung.
Resistenzmanagement
Aufgrund des rein kontaktaktiven, physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus von Eisen-II-sulfat besteht kein nennenswertes Risiko für eine Resistenzbildung bei Moosen. Ein klassisches Resistenzmanagement im Sinne eines Wirkstoffwechsels ist daher nicht zwingend erforderlich. Um den langfristigen Erfolg zu sichern, solltest du die Anwendung jedoch stets in ein integriertes Pflegekonzept einbinden, das mechanische Maßnahmen wie Vertikutieren sowie eine bedarfsgerechte Düngung und Bodenbelüftung umfasst.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Anwendung von COM 502 02 H ist aufgrund der hohen Reaktivität von Eisen-II-sulfat Vorsicht bei Mischungen geboten. Vermeide Tankmischungen mit phosphathaltigen Düngemitteln oder flüssigen Pflanzenschutzmitteln, da dies zu Ausfällungen und Düsenverstopfungen führen kann. Achte zudem penibel darauf, das Produkt nicht auf Steinplatten, Beton oder Terrassen auszubringen, da Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Feuchtigkeit hartnäckige, rostbraune Flecken verursacht, die sich nur schwer entfernen lassen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit COM 502 02 H solltest du die standardmäßige persönliche Schutzausrüstung tragen, um Haut- und Augenkontakt mit dem staubenden oder gelösten Produkt zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklassifizierung in den Zulassungsdaten angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des aktiven Bienenflugs, idealerweise in den Abendstunden. Achte streng darauf, dass kein Produkt in angrenzende Gewässer oder Entwässerungssysteme gelangt, um aquatische Organismen zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Moose | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Moose | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wie erkennst du, dass die Behandlung gegen das Moos erfolgreich war?
Ein erfolgreicher Wirkungseintritt zeigt sich meist schon nach wenigen Stunden bis Tagen durch eine deutliche Schwarzfärbung des Mooses. Sobald das Moos vollständig abgestorben und trocken ist, kannst du es leicht abharken oder vertikutieren, um Platz für das Nachwachsen der erwünschten Kultur zu schaffen.
Was solltest du tun, wenn das Produkt versehentlich auf Gehwegplatten gelangt ist?
Da Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Wasser sofort oxidiert und rostrote Flecken auf Beton, Naturstein oder Holz verursacht, musst du verschüttetes Granulat oder Pulver sofort trocken abkehren. Vermeide es unbedingt, die betroffene Stelle mit Wasser abzuspritzen, da dies die Fleckenbildung erst recht aktiviert.
Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Anwendung von COM 502 02 H?
Die besten Ergebnisse erzielst du im Frühjahr (März/April) oder im frühen Herbst (September/Oktober), wenn das Moos aktiv wächst und die Temperaturen moderat sind. Achte darauf, dass der Boden feucht ist, die Moosflächen selbst vor der Anwendung aber abgetrocknet sind, um eine optimale Haftung zu gewährleisten.
Wie unterstützt du die Kultur nach der Moosbekämpfung am besten?
Nach dem Absterben und Entfernen des Mooses entstehen oft kahle Stellen. Du solltest diese Bereiche zeitnah nachsäen und mit einem stickstoffbetonten Dünger versorgen. Dies fördert das schnelle Schließen der Grasnarbe, sodass sich neue Moossporen gar nicht erst etablieren können.
Kannst du das Produkt auch bei Frost oder extremer Trockenheit anwenden?
Nein, von einer Anwendung unter extremen Witterungsbedingungen wird abgeraten. Bei Frost ist die physiologische Aktivität des Mooses zu gering, und bei starker Trockenheit oder Hitze besteht die Gefahr, dass die umliegenden Gräser der Kultur gestresst werden und Schaden nehmen. Optimal sind wüchsige, frostfreie Tage.
Wie finde ich heraus, ob dieses Pflanzenschutzmittel für meine spezifische Fläche zugelassen ist?
Die genauen Anwendungsgebiete und Auflagen sind durch die BVL-Zulassung (hier unter dem Code NNNZW) definiert. Du kannst im Portal von agronomy.farmable.tech gezielt nach der Registrierungsnummer 006275-00 suchen, um alle aktuell freigegebenen Kulturen und spezifischen Anwendungsbestimmungen im Detail einzusehen.