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Sonstige · Clayton Plant Protection Ltd.

CLAYTON FLURRY

BVL Zul.-Nr. 00A771-00

CLAYTON FLURRY ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Getreide, Mais und auf Grünland. Formuliert als flüssiges Konzentrat, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme über das Blatt und eine zügige systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus. Es bietet Landwirten eine zuverlässige Lösung, um ertragsmindernde Konkurrenz im Feld sauber zu bereinigen.

Das Wirkspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere und Schwarzen Nachtschatten sowie hartnäckige ausdauernde Arten wie den Stumpfblättrigen Ampfer und die Große Brennnessel. Durch seine hervorragende Kulturverträglichkeit in einer Vielzahl von Getreidearten sowie in Mais lässt sich das Mittel flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren.

Wirkstoffe

Fluroxypyr
288.1 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Fluroxypyr gehört zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch translokal in die Wachstumspunkte der Unkräuter transportiert. Dort imitiert er das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin) und bindet an spezifische Rezeptoren, was zu einer unkontrollierten Zellteilung und extremem Streckungswachstum führt. Dieser hormonelle Überschuss stört die physiologischen Prozesse der empfindlichen Schaderreger massiv. Typische Symptome sind charakteristische Verkrümmungen an Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt von einem vollständigen Wachstumsstopp und dem allmählichen Absterben des Unkrauts innerhalb weniger Wochen.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung zu minimieren, solltest du CLAYTON FLURRY stets im Wechsel oder in Kombination mit Herbiziden aus anderen HRAC-Wirkstoffklassen einsetzen. Da synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) ein relativ geringes inhärentes Resistenzrisiko aufweisen, eignen sie sich hervorragend als Partner in Spritzfolgen, insbesondere zur Absicherung gegen Unkräuter, die bereits Resistenzen gegenüber ALS-Hemmern (HRAC-Gruppe 2) zeigen. Achte darauf, die empfohlenen Aufwandmengen voll auszuschöpfen, um Selektionseffekte zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

CLAYTON FLURRY zeigt sich in der Praxis als sehr mischbar mit gängigen Getreideherbiziden, Fungiziden und flüssigen Blattdüngern. Bei geplanten Tankmischungen solltest du vorab stets eine physikalische Mischprobe durchführen und die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten. Für eine optimale Wirkung empfiehlt sich die Anwendung bei wüchsiger Witterung und ausreichender Luftfeuchtigkeit, da dies die Wirkstoffaufnahme über die Kutikula der Unkräuter begünstigt. Extrem hartes Wasser beeinträchtigt die Wirkung in der Regel nicht, jedoch sollte die Spritzbrühe zeitnah ausgebracht werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe) unerlässlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind Abdriften auf angrenzende Flächen unbedingt zu vermeiden; nutze hierzu abdriftmindernde Düsentechnik. Da keine spezifische Bienen-Gefährdungsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–321 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–321 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–451 LITER_PER_HECTARE
WintergersteKletten-Labkraut12–310.75 LITER_PER_HECTARE
MaisSchwarzer Nachtschatten13–161 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenStumpfblättriger Ampfer, Große Brennnessel2 LITER_PER_HECTARE7T
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–451 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenKletten-Labkraut12–310.75 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–370.75 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–321 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–310.5 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–390.75 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenStumpfblättriger Ampfer, Große Brennnessel3 LITER_PER_1000_LITER_WATER7T
Wiesen, WeidenVogel-Sternmiere0.75 LITER_PER_HECTARE7T
SommerweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–390.75 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–310.5 LITER_PER_HECTARE
SommergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–390.75 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenStumpfblättriger Ampfer, Große Brennnessel2 LITER_PER_HECTARE7T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit CLAYTON FLURRY im Getreide?

Der optimale Behandlungszeitraum liegt im Frühjahr bei wüchsiger Witterung, sobald die Unkräuter aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Du kannst das Pflanzenschutzmittel ab dem BBCH-Stadium 12 (2-Blatt-Stadium) bis zum Stadium 45 (Scheiden des Fahnenblattes geschwollen) der Kultur einsetzen. Achte darauf, dass die Blätter trocken sind, um ein Abschwemmen des Spritzfilms zu verhindern.

Wie wirkt sich die Temperatur auf die Wirksamkeit des Mittels aus?

Da es sich um ein wuchsstoffhaltiges Herbizid handelt, ist die Wirkung bei wüchsigen Temperaturen (ideal sind 10 bis 20 °C) am intensivsten, da der Stoffwechsel der Unkräuter dann auf Hochtouren läuft. CLAYTON FLURRY wirkt jedoch im Vergleich zu älteren Wuchsstoffen auch bei kühleren Temperaturen ab etwa 8 °C noch zuverlässig, solange kein Nachtfrost droht.

Kann ich CLAYTON FLURRY auch auf frisch eingesätem Grünland anwenden?

Bei einer Neuansaat solltest du vorsichtig sein. Die Anwendung empfiehlt sich primär auf etabliertem Dauergrünland (Wiesen und Weiden) zur Bekämpfung von Ampfer und Brennnesseln. Bei jungen Grassoden oder Klee-Gras-Mischungen kann der Wuchsstoff empfindliche Leguminosen wie Klee stark schädigen oder komplett vernichten.

Was muss ich bezüglich der Wartezeit vor der Nutzung als Futter beachten?

Die einzuhaltende Wartezeit zwischen der Behandlung und der Nutzung (z. B. Beweidung oder Mahd) beträgt laut Zulassung generell 7 Tage. Diese Frist musst du zwingend einhalten, um jegliche Rückstände im Tierfutter auszuschließen und die Sicherheit deiner Nutztiere zu gewährleisten.

Wie verhält sich das Mittel bei Regen kurz nach der Spritzung?

CLAYTON FLURRY wird sehr schnell von den Blättern der Schaderreger aufgenommen. In der Regel ist der Spritzbelag bereits etwa zwei Stunden nach der Anwendung regenfest. Wenn es kurz nach der Applikation stark regnet, kann die Wirkung gemindert werden, da der Wirkstoff abgewaschen wird, bevor er vollständig penetrieren konnte.

Wie finde ich heraus, ob dieses Produkt für meine spezielle Kultur-Schaderreger-Kombination im Hub registriert ist?

Du kannst im agronomy.farmable.tech Hub ganz einfach nach der gewünschten Kultur (z. B. Winterweizen oder Mais) filtern und gezielt nach dem Schaderreger suchen, den du bekämpfen willst. Die Plattform gleicht deine Auswahl automatisch mit den offiziellen BVL-Zulassungsdaten ab und zeigt dir an, ob CLAYTON FLURRY für diesen spezifischen Fall zugelassen ist.