CITO MAX
CITO MAX ist ein hochwirksames, kontaktwirksam formuliertes Pflanzenschutzmittel von Tergent AB, das auf dem bewährten Wirkstoff Essigsäure (240 g/L) basiert. Als flüssiges Konzentrat konzipiert, bietet es eine schnelle und durchschlagende Wirkung gegen ein breites Spektrum an Schaderregern, insbesondere gegen Moose sowie einjährige einkeimblättrige und zweikeimblättrige Unkräuter. Es eignet sich hervorragend für den gezielten Einsatz in den zugelassenen Kulturen und Bereichen, in denen eine schnelle, rückstandsfreie Beseitigung unerwünschten Aufwuchses gefordert ist.
Durch seine spezielle Formulierung dringt das Pflanzenschutzmittel schnell in die oberirdischen Pflanzenteile ein. Da es sich um ein reines Kontaktherbizid handelt, werden ausschließlich die direkt getroffenen grünen Pflanzenteile erfasst. Dies macht CITO MAX zu einem flexiblen Werkzeug im modernen Kulturmanagement, besonders dort, wo systemische Wirkstoffe aufgrund von Umweltauflagen oder Rückstandsproblematiken nicht optimal geeignet sind.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Essigsäure fungiert als starkes Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung. Nach dem Auftreffen auf die Pflanzenoberfläche zerstört die Säure die schützende Cuticula und dringt rasch in die Zellmembranen ein. Dies führt zu einer sofortigen Zerstörung der Membranintegrität (Plasmolyse), wodurch die betroffenen Pflanzenzellen ihr Wasser nicht mehr halten können und extrem schnell austrocknen. Da dieser physikalisch-chemische Zerstörungsprozess unspezifisch ist und auf der direkten Verätzung der Zellstrukturen beruht, ist der Effekt oft schon nach wenigen Stunden als deutliche Welke und anschließende Nekrose sichtbar. Da keine Translokation in die Wurzeln stattfindet, werden tiefwurzelnde oder ausdauernde Unkräuter nur oberflächlich geschädigt, weshalb der Fokus klar auf einjährigen Schaderregern und Moosen liegt.
Resistenzmanagement
Aufgrund des unspezifischen, rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus der Essigsäure ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als extrem gering einzustufen. Es gibt keine bekannten Resistenzen gegen diesen Wirkstoff. Dennoch solltest du CITO MAX im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes im Wechsel mit mechanischen Maßnahmen oder Herbiziden mit anderen Wirkmechanismen einsetzen, um die langfristige Feldhygiene zu sichern und das Aufkommen schwer bekämpfbarer, tiefwurzelnder Unkräuter zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Herstellung von Tankmischungen mit CITO MAX ist aufgrund des sauren pH-Werts der Essigsäure besondere Vorsicht geboten. Saure Bedingungen können die Stabilität und Löslichkeit anderer Mischungspartner im Tank stark beeinflussen. Es wird dringend empfohlen, vor jeder großflächigen Anwendung eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extrem hartes Wasser. Eine Kombination mit geeigneten Netzmitteln kann die Benetzung der oft wachsartigen Blattoberflächen von Unkräutern verbessern und so die Wirkung absichern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Da es sich bei Essigsäure um eine organische Säure handelt, steht der Anwenderschutz im Vordergrund. Beim Umgang mit dem Konzentrat solltest du stets die persönliche Schutzausrüstung (PSA) einschließlich Schutzbrille und säurefester Handschuhe tragen, um Reizungen der Haut und Augen zu vermeiden. Zum Schutz von Nichtzielorganismen wie Bienen und anderen nützlichen Insekten solltest du die Anwendung nicht auf blühende Kulturen oder Unkräuter ausbringen, die aktiv von Bienen angeflogen werden; weiche idealerweise auf die Abendstunden aus. Vermeide zudem jegliche Abdrift auf benachbarte Oberflächengewässer oder Saumbiotope, um aquatische Organismen zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Nichtkulturland ohne Holzgewächse | Moose | — | 0.025 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Nichtkulturland ohne Holzgewächse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.025 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.025 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Moose | — | 0.025 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von CITO MAX?
Du solltest das Pflanzenschutzmittel anwenden, wenn die Unkräuter und Moose klein sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Ein warmer, sonniger Tag ohne Niederschlagsprognose für die nächsten Stunden optimiert die Verbrennungswirkung der Essigsäure erheblich.
Wirkt CITO MAX auch gegen die Wurzeln von Unkräutern?
Nein, CITO MAX ist ein reines Kontaktherbizid und wird nicht in der Pflanze transportiert. Es zerstört nur die grünen Pflanzenteile, die direkt getroffen werden. Tiefwurzelnde Unkräuter können daher nach einiger Zeit wieder austreiben.
Was musst du bei der Aufwandmenge und Wasserverteilung beachten?
Da die Wirkung rein auf Kontakt beruht, ist eine gründliche und lückenlose Benetzung der Schaderreger entscheidend. Verwende ausreichend Wasser und stelle deine Düsen so ein, dass ein feiner, deckender Spritzfilm entsteht, ohne dass die Brühe ungenutzt abtropft.
Kann ich CITO MAX auf gepflasterten Flächen oder Wegen anwenden?
Achte hierbei genau auf die Zulassungsbestimmungen des BVL. In Deutschland ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Nichtkulturland (wie Gehwegen, Einfahrten oder Terrassen) genehmigungspflichtig. Verwende das Produkt nur auf den explizit zugelassenen Flächen und Kulturen.
Wie schnell nach der Behandlung mit CITO MAX kann ich die Fläche wieder betreten?
Sobald der Spritzbelag auf den behandelten Pflanzen vollständig abgetrocknet ist, kannst du die Flächen in der Regel wieder betreten. Da keine systemischen Wirkstoffe ausgasen, besteht nach dem Trocknen kein erhöhtes Risiko mehr.
Warum verfärben sich die Unkräuter nach der Spritzung so schnell braun?
Das liegt am schnellen physikalischen Wirkmechanismus der Essigsäure. Sie zerstört die Zellwände sofort, was zu einem rasanten Flüssigkeitsverlust der Zellen führt. Dieser Effekt wird durch Sonneneinstrahlung und Wärme noch beschleunigt.