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Sonstige · Suterra Europe Biocontrol, S.L.

CheckMate Puffer LB/EA

BVL Zul.-Nr. 008858-00

CheckMate Puffer LB/EA ist ein innovatives, automatisiertes Aerosol-Dispensersystem zur biotechnischen Regulierung von Schaderregern mittels der Verwirrungstechnik. Das System basiert auf einer präzisen, temperaturbedingt unabhängigen Abgabe von synthetischen Sexalpheromonen. Durch die kontinuierliche Freisetzung der Wirkstoffe wird die Paarung der Zielschädlinge effektiv verhindert, was zu einer signifikanten Reduktion des Befallsdrucks führt.

Als moderne Formulierung im Bereich des integrierten Pflanzenschutzes bietet dieses System eine rückstandsfreie Alternative zu klassischen Insektizidbehandlungen. Die Puffer-Technologie sorgt für eine gleichmäßige Wirkstoffkonzentration in der Luft über die gesamte Saison hinweg und entlastet dich als Anwender durch den minimalen Installationsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Ampullen-Dispensern.

Das Produkt eignet sich hervorragend für den Einsatz in professionellen Betrieben, die Wert auf nachhaltigen Pflanzenschutz und Rückstandsfreiheit legen. Da es sich um ein physikalisch ausgebrachtes System handelt, schont es Nützlinge und lässt sich perfekt in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren.

Wirkstoffe

(E,Z)-7,9-Dodecadien-1-ylacetat
91.1 g/kg · Wirkstoff
(Z)-9-Dodecen-1-ylacetat
104.2 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe (E,Z)-7,9-Dodecadien-1-ylacetat und (Z)-9-Dodecen-1-ylacetat sind synthetische Nachbildungen der natürlichen Sexualpheromone der weiblichen Falter von Lobesia botrana (Bekreuzter Traubenwickler) und Eupoecilia ambiguella (Einbindiger Traubenwickler). Nach der automatischen Freisetzung durch den Puffer bildet sich eine Pheromonwolke in der Kultur. Diese Wolke überdeckt die natürlichen Lockstoffe der weiblichen Tiere und sättigt die Rezeptoren auf den Antennen der männlichen Falter. Dadurch wird deren Orientierungsfähigkeit gestört, sodass sie die Weibchen nicht mehr lokalisieren können. Da die Paarung ausbleibt, kommt es nicht zur Eiablage und somit wird die Entstehung der schädlichen Raupengeneration effektiv unterbunden.

Resistenzmanagement

Da es sich bei der Verwirrungsmethode um einen rein verhaltensmodifizierenden, nicht-toxischen Wirkungsmechanismus handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung äußerst gering. Um diese nachhaltige Wirkung langfristig zu sichern, solltest du die Populationsdichte der Schaderreger durch regelmäßiges Monitoring überwachen. Bei extrem hohem Befallsdruck im Vorjahr oder starkem Zuflug aus unbehandelten Nachbarflächen empfiehlt es sich, die Verwirrungsmethode im Frühjahr durch eine gezielte, einmalige Behandlung mit einem zugelassenen Larvizid zu unterstützen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da CheckMate Puffer LB/EA als eigenständiges, mechanisches Spendersystem direkt in der Kultur aufgehängt wird, entfällt die klassische Tankmischung im Spritzfass vollständig. Du kannst alle notwendigen Fungizid- und Insektizidbehandlungen während der Saison absolut unabhängig von den installierten Puffern durchführen. Es gibt keinerlei chemische Wechselwirkungen oder Einschränkungen bezüglich der Wasserqualität oder des Spritzzeitpunkts deiner flüssigen Pflanzenschutzmittel.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Die Anwendung von CheckMate Puffer LB/EA ist für den Anwender und die Umwelt äußerst sicher, da die Wirkstoffe gezielt und in minimalen Mengen gasförmig abgegeben werden. Es besteht kein direktes Risiko für Bienen, andere Bestäuber oder nützliche Arthropoden, weshalb das System auch während der Blüte problemlos aktiv sein kann. Achte bei der Installation und dem Austausch der Aerosoldosen darauf, die allgemeinen Arbeitsschutzregeln einzuhalten, direkten Augenkontakt mit dem Sprühnebel zu vermeiden und die Druckbehälter vor extremer Hitze zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeEinbindiger Traubenwickler, Bekreuzter Traubenwickler2.5 PIECES_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie funktioniert die automatisierte Abgabe bei CheckMate Puffer LB/EA?

Die Puffer-Geräte sind programmierbare Aerosolsysteme, die in definierten Intervallen – vor allem während der Hauptaktivitätszeit der Falter in den Abend- und Nachtstunden – eine präzise Menge Pheromon freisetzen. Dadurch wird eine konstante Wirkstoffkonzentration in deiner Kultur aufrechterhalten, ohne dass du während der Saison manuell eingreifen musst.

Wann ist der optimale Zeitpunkt, um die Puffer in der Kultur aufzuhängen?

Du solltest die Puffer unbedingt vor dem Beginn des ersten Falterflugs im Frühjahr installieren. Nutze Monitoring-Fallen oder regionale Warndienstmeldungen, um diesen Zeitpunkt exakt zu bestimmen. Eine verspätete Ausbringung kann die Wirksamkeit mindern, da bereits begattete Weibchen Eier ablegen könnten.

Wie viele Puffer benötige ich pro Hektar und wie werden sie verteilt?

Aufgrund der hohen Wirkstoffkonzentration pro Ausstoß benötigst du im Vergleich zu klassischen Dispensern nur sehr wenige Geräte pro Hektar (meist zwischen 2 und 4 Puffer/ha). Hänge sie gleichmäßig im oberen Drittel der Kultur auf und achte besonders auf die Hauptwindrichtung, damit sich die Pheromonwolke optimal über die gesamte Fläche verteilt.

Kann ich das System auch auf sehr kleinen oder windexponierten Flächen nutzen?

Die Verwirrungstechnik funktioniert am besten auf zusammenhängenden Flächen ab einer Größe von mindestens 1 bis 2 Hektar. Auf sehr kleinen, schmalen oder extrem windigen Flächen kann die Pheromonwolke zu schnell verwehen. In solchen Fällen solltest du Randbehandlungen einplanen oder dich mit benachbarten Betrieben zusammenschließen.

Was muss ich tun, wenn der Befallsdruck der Schaderreger trotz Puffer extrem hoch ist?

Kontrolliere deine Kulturen trotz des Puffereinsatzes regelmäßig auf Eiablage und ersten Raupenbefall. Sollte der Befallsdruck durch starken Zuflug von außen die Schadschwelle überschreiten, ist eine ergänzende, gezielte Behandlung mit einem für diese Kultur zugelassenen Pflanzenschutzmittel ratsam.

Müssen die Puffer nach der Saison wieder aus der Kultur entfernt werden?

Ja, du solltest die Geräte und insbesondere die leeren Aerosoldosen nach dem Ende der Saison aus der Anlage entfernen. Die Dosen können recycelt oder gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgt werden, während die robusten Gehäuse oft für die nächste Saison wiederverwendbar sind.