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Sonstige · Life Scientific Limited

CeraVita Azoxy

BVL Zul.-Nr. 007180-62

CeraVita Azoxy ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in zahlreichen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, basiert dieses Fungizid auf dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin (250 g/l), der sich durch hervorragende systemische und translaminare Eigenschaften auszeichnet.

Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über Getreidearten wie Weizen, Gerste und Roggen bis hin zu Sonderkulturen wie Gemüse (z. B. Porree, Salat, Kohlgewächse) und Erdbeeren. Es bietet einen zuverlässigen Schutz gegen wirtschaftlich bedeutende Krankheiten wie Rostpilze, Echten und Falschen Mehltau sowie Blattfleckenkrankheiten (z. B. Alternaria und Rhynchosporium).

Dank seiner vorbeugenden (protektiven) und kurativen Wirkung sichert CeraVita Azoxy die Vitalität der Kulturen in kritischen Wachstumsphasen. Es schützt nicht nur den bestehenden Zuwachs, sondern verteilt sich auch optimal in neu gebildeten Pflanzenteilen, was zu einer langanhaltenden Schutzwirkung und stabilen Erträgen beiträgt.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI-Fungizide) eingestuft. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin blockiert den Elektronentransport im Komplex III der Atmungskette (an der Qo-Stelle von Cytochrom b), wodurch die ATP-Synthese zum Erliegen kommt. Ohne diese essentielle Energiequelle werden die Sporenkeimung, das Myzelwachstum und die Sporenbildung der Schaderreger effektiv unterbunden. Aufgrund seiner ausgeprägten translaminaren und akropetalen Systemizität dringt der Wirkstoff nach der Anwendung rasch in das Blattgewebe ein und verteilt sich gleichmäßig mit dem Saftstrom nach oben (zur Blattspitze hin), was auch unbehandelte Blattunterseiten schützt.

Resistenzmanagement

Da Azoxystrobin als QoI-Fungizid (FRAC-Gruppe 11) ein hohes Risiko für die Resistenzbildung aufweist, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Du solltest CeraVita Azoxy daher stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (z. B. Triazolen oder SDHI) einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Solo-Anwendungen und halte dich strikt an die maximal empfohlene Anzahl an Behandlungen pro Saison, um die Selektion resistenter Schaderreger-Biotypen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

CeraVita Azoxy ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern. Vor der Ansetzung einer Tankmischung empfiehlt es sich jedoch immer, eine physische Mischbarkeitsprüfung (Kübeltest) durchzuführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (neutraler pH-Wert) und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber bei Kulturen mit starker Wachsschicht die Benetzung verbessern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der Bodenfauna sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässer strikt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
BrokkoliAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
StangenbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae), Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)17–721 LITER_PER_HECTARE7T
SalateRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)31–611 LITER_PER_HECTARE
GersteBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)31–611 LITER_PER_HECTARE
RapsSclerotinia sclerotiorum60–691 LITER_PER_HECTARE21T
PorreePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Porreerost (Puccinia porri)16–481 LITER_PER_HECTARE21T
KnoblauchFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
WeizenCladosporium-Arten, Alternaria Arten (Alternaria sp.)31–711 LITER_PER_HECTARE
Lupine-ArtenRostpilze17–721 LITER_PER_HECTARE35T
EndivienRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)31–691 LITER_PER_HECTARE
GrünkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
SchalotteFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereColletotrichum, Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
HaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)31–611 LITER_PER_HECTARE
BuschbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae), Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)17–721 LITER_PER_HECTARE7T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum), Spargelrost (Puccinia asparagi)41–891 LITER_PER_HECTARE
StaudenkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
GersteBraunrost (Puccinia recondita)31–691 LITER_PER_HECTARE
WeizenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)31–611 LITER_PER_HECTARE
RotkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes3 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)60–691 LITER_PER_HECTARE35T
KartoffelAlternaria Arten (Alternaria sp.)51–850.5 LITER_PER_HECTARE7T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)31–691 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
Dicke BohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)17–721 LITER_PER_HECTARE14T
RapsAlternaria Arten (Alternaria sp.)60–691 LITER_PER_HECTARE21T
SalateRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
HaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)31–611 LITER_PER_HECTARE
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)31–611 LITER_PER_HECTARE
RoggenBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)31–611 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereColletotrichum, Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
WeißkohlAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)16–491 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit CeraVita Azoxy?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im BBCH-Bereich von 14 bis 89, idealerweise vorbeugend (protektiv) vor dem ersten sichtbaren Befall oder direkt bei Befallsbeginn. Wenn du behandelst, bevor sich die Schaderreger im Gewebe etablieren, erzielst du die höchste Wirkungsintensität und schützt deine Kulturen am effektivsten.

Wie oft darf ich das Mittel in einer Saison anwenden, um Resistenzen zu vermeiden?

Um das Risiko von Resistenzen zu minimieren, solltest du CeraVita Azoxy maximal zweimal pro Saison auf derselben Fläche anwenden. Integriere unbedingt Wirkstoffe mit anderen Wirkungsmechanismen (z. B. aus der FRAC-Gruppe 3 oder SDHI) in deine Spritzfolge, um die Wirksamkeit des Strobilurins langfristig zu sichern.

Was muss ich bei der Wartezeit (PHI) vor der Ernte beachten?

Die Wartezeit variiert je nach Kultur stark und liegt zwischen 3 und 35 Tagen. Du musst diesen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung und der Ernte zwingend einhalten, um sicherzustellen, dass eventuelle Rückstände im Erntegut unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Prüfe die spezifische Wartezeit für deine Kultur vor der Planung der Abschlussbehandlung.

Kann ich CeraVita Azoxy auch bei feuchtem Wetter oder kurz vor Regen spritzen?

Der Wirkstoff wird dank seiner systemischen Eigenschaften relativ schnell vom Blattgewebe aufgenommen. Dennoch sollte der Spritzbelag vor dem nächsten Regen vollständig angetrocknet sein (ca. 2 Stunden Regenfestigkeit). Vermeide Anwendungen auf taunassen Beständen, da dies zu Wirkstoffverlusten durch Abschwemmung führen kann.

Wie verhalte ich mich, wenn ich das Produkt in der Nähe von Gewässern anwenden möchte?

Da der Wirkstoff Azoxystrobin als umweltgefährlich für aquatische Organismen gilt, musst du die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einhalten. Nutze abdriftmindernde Düsentechnik und halte die in der Gebrauchsanleitung genannten Pufferzonen ein, um einen Eintrag in Gewässer zu verhindern.

Wie finde ich heraus, ob CeraVita Azoxy für meine spezielle Kultur zugelassen ist?

Auf agronomy.farmable.tech kannst du in der Produktdatenbank gezielt nach deiner Kultur filtern. CeraVita Azoxy besitzt eine breite Zulassung für über 20 Kulturen (darunter Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Beerenobst) – vergleiche einfach die BBCH-Stadien und Schaderreger direkt in der Übersicht, um die passende Anwendung für deinen Betrieb zu finden.