Centium 36 CS
Centium 36 CS ist ein bewährtes, hochselektives Bodenherbizid, das in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen eingesetzt wird. Als Kapselsuspension (CS) formuliert, bietet das Pflanzenschutzmittel eine kontrollierte und lang anhaltende Freisetzung des Wirkstoffs Clomazone. Diese moderne Formulierungstechnologie minimiert das Risiko von Abdrift und Wirkstoffverlusten durch Verdampfung, was die Kulturverträglichkeit und die Effizienz der Anwendung erheblich verbessert.
Das Wirkungsspektrum von Centium 36 CS umfasst wichtige einjährige zweikeimblättrige Unkräuter. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Wirkung gegen schwer bekämpfbare Schaderreger wie Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Taubnessel-Arten und verschiedene Knöterich-Arten. Durch den frühen Einsatz im Vorauflauf sorgt das Mittel für unkrautfreie Startbedingungen der Kulturen und sichert so das Ertragspotenzial von Anfang an.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in Centium 36 CS enthaltene Wirkstoff Clomazone gehört zur HRAC-Gruppe 13. Er wirkt als Hemmstoff der Carotinoid-Biosynthese, genauer gesagt durch die Blockierung des Enzyms Deoxyxylulose-5-phosphat-Synthase (DXP-Synthase). Carotinoide sind essenzielle Pigmente, die das Chlorophyll in den Pflanzen vor photodynamischer Zerstörung durch Sonnenlicht schützen. Nach der Aufnahme über die Wurzeln und Sprossachsen der keimenden Unkräuter wird der Wirkstoff akropetal transportiert. Da die schützenden Carotinoide fehlen, führt das einstrahlende Licht zur Zerstörung des Chlorophylls. Dies äußert sich in den typischen, unverkennbaren Bleichsymptomen (Weißfärbung) an den betroffenen Schaderregern, die schließlich absterben.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du Centium 36 CS stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Da Clomazone einen spezifischen Wirkungsmechanismus besitzt, ist es ein wertvoller Baustein im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen. Achte darauf, den Wirkstoff nicht einseitig über Jahre hinweg auf derselben Fläche einzusetzen, und kombiniere ihn bei Bedarf mit mechanischen Maßnahmen oder Partnerherbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen.
Mischbarkeit & Tankmischung
Centium 36 CS zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Vorauflaufherbiziden aus, was eine gezielte Erweiterung des Wirkungsspektrums ermöglicht. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du die Spritze zunächst mit Wasser befüllen, Centium 36 CS unter ständigem Rühren hinzugeben und erst danach die Mischpartner einbringen. Die Anwendung sollte auf gut abgesetzte, feuchte und feinkrümelige Saatbetten erfolgen, um eine optimale Verteilung des Spritzfilms zu gewährleisten; extreme Trockenheit kann die Bodenwirkung vorübergehend verzögern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Centium 36 CS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du dennoch aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in den späten Abendstunden durchführen. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu vermeiden, indem du abdriftmindernde Düsen verwendest und die Windverhältnisse genau beobachtest.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Sojabohne | Taubnessel-Arten, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere | 0–5 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Moschus-Kürbis | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 35T |
| Feuer- bzw. Käferbohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ramtillkraut | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Bleichsellerie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Stangenbohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Koriander | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Mohn | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zucchini | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 28T |
| Wilde Malve | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erbse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrabi | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Kichererbse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Futtererbse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–6 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | 35T |
| Tabak | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 16–19 | 0.33 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sojabohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–7 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wicken | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gelbe Lupine | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Leindotter | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Basilikum | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Spargel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wurzel- und Knollengemüse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–7 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gelber Steinklee | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gemüsefenchel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gemüsefenchel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Riesenkürbis | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 35T |
| Gemeine Ringelblume | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Buschbohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dill | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | 45T |
| Weißer Steinklee | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spitzwegerich | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 28T |
| Kamille-Arten | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 28T |
| Blattkohle | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Buchweizen | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dicke Bohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Phacelia | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Esparsette | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Oelrettich | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Garten-Kürbis | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 35T |
| Süßkartoffel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittpetersilie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Ackerbohne | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ölkürbis | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Borretsch | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Klee-Arten | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Serradella | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kapuzinerkresse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| deutsche Platterbse | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.33 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittsellerie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 56T |
| Brassica-Arten (Ackerbaukulturen) | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wurzelpetersilie | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–7 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Rhabarber | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Chrysanthemum | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kerbel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.15 LITER_PER_HECTARE | — |
| Grünspargel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.15 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Weiße Lupine | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spargel | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Luzerne-Arten | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–8 | 0.125 LITER_PER_HECTARE | — |
| Blumenkohle | Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf den Erfolg deiner Behandlung mit Centium 36 CS aus?
Da Centium 36 CS ein Bodenherbizid ist, benötigt der Wirkstoff Clomazone Feuchtigkeit, um im Boden gelöst und von den keimenden Unkräutern aufgenommen zu werden. Auf feuchten, feinkrümeligen Böden erzielst du die beste Wirkung. Bei extremer Trockenheit wird der Wirkstoff im Boden fixiert; die Wirkung setzt dann erst mit dem nächsten Regenschauer ein, weshalb du die Anwendung idealerweise vor angekündigten Niederschlägen planen solltest.
Warum zeigt Centium 36 CS im Vergleich zu älteren Clomazone-Formulierungen eine bessere Kulturverträglichkeit?
Das Geheimnis liegt in der modernen Kapselsuspension (CS). Der Wirkstoff ist in winzigen Mikrokapseln eingeschlossen, die ihn nur langsam und kontrolliert an den Boden abgeben. Dadurch wird die Dampfphase des Wirkstoffs drastisch reduziert, was das Risiko von Verflüchtigungen und damit verbundenen Aufhellungen an Nachbarkulturen oder der Kultur selbst im Vergleich zu Emulsionskonzentraten (EC) minimiert.
Was musst du bei der Nachbauplanung beachten, wenn du Centium 36 CS eingesetzt hast?
Clomazone weist eine gewisse Persistenz im Boden auf. Nach einer normalen Ernte der behandelten Kultur und einer gründlichen Bodenbearbeitung (vorzugsweise pflügen oder tiefes Grubbern) können die meisten Folgekulturen problemlos angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur solltest du jedoch unbedingt die spezifischen Wartezeiten und zugelassenen Ersatzkulturen beachten, um Schäden durch Wirkstoffrückstände im Boden zu vermeiden.
Kannst du Centium 36 CS auch im Nachauflauf der Unkräuter einsetzen?
Nein, Centium 36 CS ist primär ein Vorauflaufherbizid. Seine Stärke liegt darin, die Unkräuter bereits während des Keimprozesses über die Wurzeln zu erfassen. Sobald die Unkräuter das Keimblattstadium überschritten haben und etabliert sind, lässt die Wirkung stark nach. Behandle daher immer so früh wie möglich vor dem Auflaufen der Schaderreger.
Wie verhältst du dich, wenn nach der Anwendung leichte Aufhellungen (Bleaching) an deiner Kultur auftreten?
Keine Sorge, leichte, vorübergehende Chlorosen oder Weißfärbungen an den ersten Laubblättern der Kultur können unter ungünstigen Witterungsbedingungen (z. B. starker Regen kurz nach der Anwendung) vorkommen. Diese Symptome sind in der Regel rein optischer Natur. Die Kultur wächst sich rasch wieder gesund, ohne dass es zu Ertragseinbußen oder dauerhaften Schäden kommt.
Wie findest du heraus, ob Centium 36 CS für eine ganz bestimmte Nischenkultur in deinem Betrieb zugelassen ist?
Da Centium 36 CS für eine sehr breite Palette an Kulturen registriert ist, lohnt sich ein Blick in die detaillierte Zulassungsdatenbank des BVL oder direkt hier auf agronomy.farmable.tech. Nutze die Kultur-Filterfunktion auf unserer Plattform, um sofort zu sehen, ob deine spezifische Kultur und das gewünschte BBCH-Stadium abgedeckt sind.