Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra Spray
Das Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra Spray ist ein anwendungsfertiges, hochwirksames Herbizid zur gezielten Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen. Durch die praktische Sprühflasche eignet es sich hervorragend für die schnelle und unkomplizierte Spot-Behandlung von Einzelunkräutern oder kleineren Unkrautnestern im Haus- und Kleingartenbereich, ohne dass ein aufwendiges Ansetzen einer Spritzbrühe erforderlich ist.
Die Kombination aus den drei bewährten Wirkstoffen Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA deckt ein besonders breites Wirkungsspektrum ab. Selbst schwer bekämpfbare Schaderreger wie Klee-Arten, Löwenzahn, Wegerich und Kratzdisteln werden zuverlässig erfasst. Dank der systemischen Wirkung dringt das Pflanzenschutzmittel tief in die Leitungsbahnen der Unkräuter ein und vernichtet diese mitsamt ihrer Wurzeln, während die Gräser des Rasens geschont werden.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die drei enthaltenen Wirkstoffe Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA gehören alle zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über die Blätter werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzelspitzen transportiert. In den zweikeimblättrigen Unkräutern führt diese hormonelle Überstimulation zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum (Epinastie). Die betroffenen Zellen strecken sich asymmetrisch, was zu typischen Verkrümmungen von Stängeln und Blättern führt. In der Folge bricht das pflanzliche Gewebe- und Transportsystem zusammen, die Nährstoffaufnahme wird blockiert und das Unkraut stirbt innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser besitzen einen anderen Metabolismus und vertragen diese Wirkstoffgruppe bei sachgerechter Anwendung problemlos.
Resistenzmanagement
Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um eine Kombination aus drei verschiedenen synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung im Haus- und Kleingarten äußerst gering. Um die Entstehung resistenter Biotypen langfristig zu verhindern, solltest du die chemische Anwendung auf das notwendige Maß beschränken und mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Vertikutieren, bedarfsgerechte Düngung und Nachsaat in dein Rasenpflegekonzept integrieren. Vermeide wiederholte Unterdosierungen, um keinen selektiven Druck auf Unkrautpopulationen auszuüben.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da das Produkt als anwendungsfertiges Spray (Ready-to-Use) formuliert ist, ist eine Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln oder Zusatzstoffen weder vorgesehen noch zu empfehlen. Verwende das Spray stets unverdünnt direkt aus der Originalflasche. Achte bei der Anwendung darauf, dass die Blätter der Unkräuter trocken sind und in den Stunden nach der Behandlung kein Regen fällt, um ein Abwaschen des Wirkstoffs zu verhindern. Windstille Bedingungen sind zwingend erforderlich, um eine Abdrift auf benachbarte Zier- oder Nutzkulturen zu vermeiden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel solltest du stets geeignete Schutzkleidung, insbesondere Schutzhandschuhe, tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorliegt, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Behandle keine blühenden Unkräuter und vermeide Anwendungen zu Zeiten, in denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung am besten in die späten Abendstunden. Achte zudem streng darauf, dass kein Sprühnebel in Oberflächengewässer oder Entwässerungsgräben gelangt, um aquatische Organismen und die Umwelt zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.05 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung des Sprays?
Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt in der Hauptwachstumszeit der Unkräuter (Frühjahr bis Herbst) bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C. Da die Wirkstoffe über das Blatt aufgenommen werden, müssen die Unkräuter ausreichend Blattmasse entwickelt haben.
Wie lange sollte ich nach der Behandlung mit dem Rasenmähen warten?
Du solltest den Rasen mindestens 4 Tage vor der Anwendung nicht mähen, damit die Unkräuter genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme haben. Nach der Behandlung solltest du ebenfalls mindestens 4 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.
Was muss ich bei der Anwendung in der Nähe von Beeten beachten?
Da das Mittel hochwirksam gegen zweikeimblättrige Pflanzen ist, reagieren fast alle Gartenblumen, Sträucher und Gemüsepflanzen extrem empfindlich darauf. Sprühe daher nur bei Windstille und richte den Sprühstrahl gezielt auf das Unkraut im Rasen, um jegliche Abdrift auf deine Zier- und Nutzpflanzen zu verhindern.
Kann ich das Spray auch auf frisch ausgesätem Rasen anwenden?
Nein, auf frisch angelegten Rasenflächen solltest du das Mittel im Aussaatjahr nicht anwenden. Junge Gräser im Keim- und frühen Entwicklungsstadium können empfindlich reagieren. Warte mit der Behandlung, bis sich der Rasen etabliert hat und mindestens mehrmals gemäht wurde.
Wie verhalte ich mich, wenn es kurz nach der Anwendung regnet?
Die Wirkstoffe benötigen einige Stunden, um vollständig in das Blattgewebe einzudringen. Regnet es innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach der Behandlung, kann der Wirkstoff abgewaschen werden, was die Wirkung deutlich mindert. Beobachte die Unkräuter in den Folgetagen; zeigt sich nach zwei Wochen keine Krümmung, muss die Behandlung eventuell wiederholt werden.
Darf das behandelte Gras als Tierfutter oder zum Mulchen verwendet werden?
Nein, das Schnittgut des ersten Rasenschnitts nach der Behandlung sollte keinesfalls verfüttert werden, da Rückstände der Wirkstoffe enthalten sein können. Auch vom Mulchen oder Kompostieren dieses ersten Schnittguts für empfindliche Kulturen (wie Tomaten oder Gemüse) wird abgeraten, da die Wirkstoffe im Kompost nur langsam abgebaut werden.