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Sonstige · BASF Agricultural Solutions Deutschland

Butisan

BVL Zul.-Nr. 043401-00

Butisan von BASF ist ein bewährtes, bodenwirksames Herbizid, das sich als verlässliche Standardlösung im Rapsanbau sowie in verschiedenen Gemüsekulturen etabliert hat. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren, löst sich stabil in der Spritzbrühe auf und gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung auf der Zielfläche. Es bietet eine breite und hochwirksame Kontrolle gegen einjährige einkeimblättrige sowie zweikeimblättrige Unkräuter im frühen Entwicklungsstadium der Kulturen.

Durch die flexible Anwendung im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 00 bis 18) sichert Butisan den Kulturen einen unkrautfreien Start und minimiert die kritische Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe in der sensiblen Jugendentwicklung. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein für ein erfolgreiches Ertrags- und Bestandsmanagement im professionellen Acker- und Gemüsebau.

Wirkstoffe

Metazachlor
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Metazachlor gehört zur chemischen Gruppe der Chloracetamide und wird im HRAC-System in die Gruppe 15 (ehemals K3) eingestuft. Metazachlor wirkt als spezifischer Hemmstoff der Synthese sehr langkettiger Fettsäuren (VLCFA – Very Long Chain Fatty Acids). Diese Fettsäuren sind essenzielle Bausteine für den Aufbau von Zellmembranen und der schützenden Kutikula der keimenden Unkräuter. Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt primär über die Wurzeln sowie über das Hypokotyl und die Koleoptile der auflaufenden Schaderreger. Da die Zellteilung und das Streckungswachstum der empfindlichen Unkräuter empfindlich gestört werden, sterben diese meist noch vor dem Auflaufen oder unmittelbar danach ab. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit nach der Applikation ist für die Aktivierung und gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffdepots im Boden von entscheidender Bedeutung.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen Gräsern und Unkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du Butisan stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Dies umfasst den gezielten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) in der Fruchtfolge, wie beispielsweise Wirkstoffen aus den Gruppen 1 (Fops/Dims) oder 2 (ALS-Hemmer). Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Wirkstoffen der Gruppe 15 auf derselben Fläche und nutze mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung sowie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Butisan zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit vielen gängigen Nachauflaufherbiziden, Graminiziden sowie flüssigen Düngemitteln aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und eine gleichmäßige Benetzung des Bodens. Die Zugabe von speziellen Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber in Absprache mit der Fachberatung bei spezifischen Mischungen zur Optimierung der Benetzung erwogen werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Butisan ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, beim Ansetzen der Spritzbrühe und der Ausbringung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten die Anwendung nicht in blühende Bestände legen und Abdriften auf blühende Unkräuter am Feldrand vermeiden. Behandle bevorzugt in den Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die allgemeinen Abstandsauflagen einzuhalten und Abschwemmungen in Oberflächengewässer durch eine angepasste Fahrweise und abdriftmindernde Düsentechnik zu verhindern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–181.5 LITER_PER_HECTARE
SommerrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–181.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91.5 LITER_PER_HECTARE
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.8 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
MarkstammkohlEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161.5 LITER_PER_HECTARE
MarkstammkohlEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
KrambeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
LeindotterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161.5 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161.5 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161.5 LITER_PER_HECTARE
MeerrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–161 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Butisan?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH 00 bis 18). Für eine optimale Wirkung sollte der Boden feucht und feinkrümelig sein, da der Wirkstoff Metazachlor über die Bodenfeuchtigkeit aktiviert wird und so am besten von den keimenden Unkräutern aufgenommen werden kann.

Wie beeinflusst extreme Trockenheit die Wirkung des Herbizids?

Bei anhaltender Trockenheit kann die Bodenwirkung von Butisan vorübergehend eingeschränkt sein, da der Wirkstoff nicht ausreichend in die Bodenlösung transportiert wird. Sobald jedoch Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff im Boden aktiviert und entfaltet seine Wirkung gegen die noch keimenden oder sehr jungen Unkräuter.

Kann ich Butisan auch in Wasserschutzgebieten einsetzen?

Beim Einsatz von Metazachlor-haltigen Pflanzenschutzmitteln wie Butisan in Wasserschutzgebieten gelten oft strenge regionale Auflagen und Anwendungsbestimmungen (z. B. maximale Wirkstoffmengen pro Hektar innerhalb eines bestimmten Zeitraums). Informiere dich vor der Anwendung unbedingt bei deiner zuständigen Pflanzenschutzberatung über die lokal gültigen Vorgaben.

Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit für die Aufwandmenge?

Auf schweren, tonreichen oder humusreichen Böden ist eine höhere Aufwandmenge innerhalb des zugelassenen Bereichs (bis zu 1,5 l/ha) zu empfehlen, da ein Teil des Wirkstoffs an die Bodenkolloide gebunden wird. Auf leichten, sandigen Böden solltest du hingegen die Aufwandmenge reduzieren, um die Kultur zu schonen und das Risiko von Auswaschungen zu minimieren.

Wie verhindere ich am besten eine Resistenzbildung bei Gräsern?

Setze Butisan im Rahmen eines integrierten Managements ein. Kombiniere die chemische Behandlung mit pflanzenbaulichen Maßnahmen wie einer weiten Fruchtfolge, angepassten Aussaatzeiten und mechanischer Bodenbearbeitung. Wechsle zudem regelmäßig die Wirkstoffklassen ab, um Selektionsdruck auf einzelne Gräserarten zu vermeiden.