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Sonstige · Corteva Agriscience Germany GmbH

BOFIX

BVL Zul.-Nr. 006396-00

BOFIX ist ein bewährtes, flüssiges Herbizid-Konzentrat von Corteva Agriscience, das speziell für die gezielte Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Durch die Kombination von drei starken Wirkstoffen bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Breitenwirkung und erfasst selbst schwer bekämpfbare, tiefwurzelnde Schaderreger im Grünland und auf Zierrasenflächen. Es hat sich in der landwirtschaftlichen Praxis und im professionellen Landschaftsbau als Standardlösung etabliert, um verunkrautete Flächen schnell wieder in einen ertragreichen und sauberen Zustand zu versetzen.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk aus. Bereits kurz nach der Anwendung dringen die Wirkstoffe in das System der Schadpflanzen ein und verteilen sich systemisch bis in die Wurzelspitzen. Dies garantiert eine nachhaltige Wirkung, die auch den Wiederaustrieb hartnäckiger Wurzelunkräuter effektiv unterbindet.

Wirkstoffe

Clopyralid
20 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
57.64 g/L · Wirkstoff
MCPA
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirkung von BOFIX basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel seiner drei aktiven Wirkstoffe: Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA. Alle drei Komponenten gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure), was bei empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum führt. Nach der Aufnahme über die Blätter kommt es in den Schadpflanzen zu typischen Wuchsanomalien (Epinastie), wie dem Verkrümmen von Stängeln und Blättern. Die Transportbahnen der Pflanzen werden durch das unregulierte Zellwachstum blockiert, wodurch der Nährstoff- und Wassertransport zusammenbricht. Dies führt letztlich zum vollständigen Absterben des gesamten Unkrauts inklusive des Wurzelsystems, während einkeimblättrige Kulturen wie Gräser aufgrund ihres unterschiedlichen Stoffwechsels geschont werden.

Resistenzmanagement

Da alle drei Wirkstoffe in BOFIX der HRAC-Gruppe 4 angehören, ist ein gezieltes Resistenzmanagement wichtig, um die langfristige Wirksamkeit dieser Wirkstoffklasse zu sichern. Du solltest dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer integrierten Unkrautbekämpfung im Wechsel mit Herbiziden aus anderen HRAC-Klassen einsetzen, die über abweichende Wirkungsmechanismen verfügen. Zudem empfiehlt es sich, mechanische Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Mähen oder Nachsäen zu integrieren, um den Selektionsdruck auf die Unkrautpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

BOFIX zeigt sich in der Praxis als gut mischbar mit gängigen flüssigen Stickstoffdüngern und anderen Herbiziden, sofern die Zulassungsbestimmungen dies erlauben. Vor dem Ansetzen einer Tankmischung solltest du jedoch stets eine physische Mischprobe im kleinen Maßstab durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes oder sehr kaltes Wasser, um eine optimale Emulgierung zu gewährleisten. Die Anwendung sollte vorzugsweise bei wüchsigem Wetter erfolgen, da die systemische Verteilung in den Unkräutern bei aktiver Photosynthese am effektivsten ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit BOFIX ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille beim Ansetzen der Spritzbrühe, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen an blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung in die späten Abendstunden verlegen. Achte zudem streng darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen gelangt, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit BOFIX?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt in Phasen aktiven Unkrautwachstums im Frühjahr oder Spätsommer. Die Unkräuter sollten genügend Blattmasse entwickelt haben, um die Wirkstoffe gut aufzunehmen, und die Temperaturen sollten idealerweise zwischen 10 °C und 25 °C liegen.

Wie lange nach der Anwendung darf die behandelte Fläche nicht betreten werden?

Du solltest die behandelte Fläche erst wieder betreten, wenn der Spritzbelag auf den Pflanzen vollständig abgetrocknet ist. Dies dient dem Schutz von Mensch und Haustier vor direktem Wirkstoffkontakt.

Kann ich BOFIX auch auf frisch eingesäten Rasenflächen anwenden?

Nein, bei einer Neuansaat solltest du warten, bis sich die jungen Gräser ausreichend etabliert haben. In der Regel wird empfohlen, die Anwendung erst nach dem dritten oder vierten Schnitt der jungen Kultur durchzuführen, um Schäden an den empfindlichen Keimlingen zu vermeiden.

Was muss ich bezüglich des Mähens vor und nach der Behandlung beachten?

Mähe die Fläche nicht unmittelbar vor der Anwendung, damit genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme vorhanden ist (mindestens 3–4 Tage warten). Nach der Behandlung solltest du ebenfalls etwa 7 bis 10 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.

Wie verhält sich BOFIX bei Regen kurz nach der Spritzung?

BOFIX ist nach dem Antrocknen des Spritzfilms relativ regenfest. Dennoch solltest du darauf achten, dass innerhalb von mindestens 2 bis 4 Stunden nach der Applikation kein Niederschlag fällt, um ein Abwaschen der Wirkstoffe zu verhindern und die volle Wirksamkeit zu sichern.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine Kultur?

Du kannst ganz einfach unsere Such- und Filtersysteme auf agronomy.farmable.tech nutzen. Wähle dort deine spezifische Kultur und den zu bekämpfenden Schaderreger aus, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Alternativen und deren Anwendungsbestimmungen zu erhalten.