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Sonstige · Biofa GmbH

BFA1-14

BVL Zul.-Nr. 008104-00

BFA1-14 von Biofa GmbH ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel, das speziell für den Einsatz im Weinbau (Vitis vinifera) zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) entwickelt wurde. Als flüssig formuliertes Produkt auf Basis von Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit) bietet es Weinbautreibenden eine zuverlässige Lösung, um die Vitalität der Reben in kritischen Wachstumsphasen zu sichern.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Systemizität aus. Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff rasch in das Gewebe der Kultur ein und wird sowohl akropetal als auch basipetal transportiert. Dies gewährleistet einen umfassenden Schutz des Neuzuwachses und macht das Mittel zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Weinbau.

Durch die gezielte Ausrichtung auf den Schaderreger Plasmopara viticola unterstützt BFA1-14 die Gesunderhaltung des Laubwand- und Gescheinsbereichs. Die Anwendung im BBCH-Bereich von 16 (6. Laubblatt entfaltet) bis 69 (Ende der Blüte) deckt die sensibelste Phase der Rebenentwicklung ab, in der Infektionen durch den Falschen Mehltau verheerende Ertragseinbußen verursachen können.

Wirkstoffe

Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit)
634 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Kaliumphosphonat (zugeordnet der FRAC-Gruppe P07) besitzt einen dualen Wirkungsmechanismus. Einerseits wirkt er direkt auf den Schaderreger, indem er das Myzelwachstum und die Sporenbildung von Plasmopara viticola hemmt. Andererseits fungiert er als starker Induktor der pflanzeneigenen Abwehrkräfte (systemisch induzierte Resistenz). Nach der Aufnahme signalisiert das Phosphonat-Ion der Kultur einen scheinbaren Erregerbefall. Dies regt die Synthese von Phytoalexinen und pathogenesis-related (PR) Proteinen an und stärkt die Zellwände der Rebe. Da dieser Prozess die natürlichen Barrieren der Kultur aktiviert, wird dem Pilz das Eindringen und die weitere Ausbreitung im Pflanzengewebe massiv erschwert.

Resistenzmanagement

Aufgrund des multisite-ähnlichen Charakters der induzierten Pflanzenabwehr und des dualen Wirkmechanismus von Kaliumphosphonat ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Plasmopara viticola als äußerst gering einzustufen. Dennoch solltest du BFA1-14 stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie einsetzen. Dies bedeutet, dass du das Mittel im Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen anwendest, um den Selektionsdruck auf den Schaderreger dauerhaft niedrig zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

BFA1-14 zeigt eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Weinbaufungiziden und -insektiziden. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch beachten, dass saure Formulierungen den pH-Wert der Spritzbrühe stark beeinflussen können. Vermeide Mischungen mit stark alkalischen Produkten oder bestimmten Kupferpräparaten, wenn die Gefahr von Phytotoxizität bei empfindlichen Kulturen besteht. Es wird empfohlen, vor der großflächigen Anwendung eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen und auf eine ausreichende Wasserqualität sowie eine gleichmäßige Benetzung der Laubwand zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit BFA1-14 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille bei der Ansetzung der Spritzbrühe, unerlässlich. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen solltest du Abdrift auf angrenzende Flächen und Oberflächengewässer strikt vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse vorgegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs – idealerweise in den Abendstunden –, besonders wenn Begleitvegetation oder die Kultur selbst blühen, um bestäubende Insekten maximal zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)16–692.7 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Behandlung mit BFA1-14 gegen Falschen Mehltau?

Du solltest mit den Behandlungen vorbeugend (protektiv) starten, sobald die Infektionsbedingungen für den Falschen Mehltau gegeben sind und die Reben das BBCH-Stadium 16 (6. Laubblatt entfaltet) erreicht haben. Ein frühzeitiger Einsatz aktiviert die pflanzeneigene Abwehr rechtzeitig vor dem ersten Hauptinfektionsdruck.

Warum ist die systemische Wirkung von Kaliumphosphonat im Weinbau so vorteilhaft?

Da sich Reben in den Frühjahrsmonaten extrem schnell entwickeln, entsteht ständig ungeschütztes, neues Pflanzengewebe. Die systemische Eigenschaft von BFA1-14 sorgt dafür, dass der Wirkstoff mit dem Saftstrom in diesen Neuzuwachs transportiert wird und somit auch neu entfaltete Blätter und Gescheine geschützt sind.

Kann ich BFA1-14 auch im ökologischen Weinbau einsetzen?

Ja, Kaliumphosphonat-basierte Produkte sind ein wertvoller Baustein im umweltschonenden Weinbau. Du solltest jedoch vor der Anwendung die aktuellen Richtlinien deines jeweiligen Bio-Anbauverbandes prüfen, da es je nach Verband und Region spezifische Einschränkungen oder Genehmigungspflichten geben kann.

Wie verhält sich BFA1-14 bei Regen kurz nach der Anwendung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme in das Pflanzengewebe ist BFA1-14 bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest. Wenn es jedoch unmittelbar nach der Applikation stark regnet, bevor der Wirkstoff vollständig eindringen konnte, solltest du die Behandlung gegebenenfalls wiederholen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Wie passe ich die Wassermenge bei der Behandlung der Reben an?

Die Wassermenge muss an das jeweilige Entwicklungsstadium der Reben und die Dichte der Laubwand angepasst werden. Achte darauf, dass du eine vollständige und gleichmäßige Benetzung aller Pflanzenteile (Blattunterseiten und Gescheine) erzielst, ohne dass die Spritzbrühe von den Blättern abtropft.