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Sonstige · BASF Agricultural Solutions Deutschland

Belanty

BVL Zul.-Nr. 00A480-00

Belanty ist ein hochmodernes Pflanzenschutzmittel von BASF, das sich als leistungsstarkes Fungizid in einer Vielzahl von Kulturen etabliert hat. Dank seiner innovativen Formulierung bietet es einen hervorragenden Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Schaderreger, darunter Echte Mehltaupilze, Rostpilze und verschiedene Blattfleckenerreger (wie Alternaria und Mycosphaerella). Es ist besonders flexibel einsetzbar und schützt sowohl Gemüse- als auch Sonderkulturen zuverlässig vor Ertrags- und Qualitätsverlusten.

Der enthaltene Wirkstoff Mefentrifluconazole gehört zur neuesten Generation der Triazole. Als flüssige Formulierung zeichnet sich das Produkt durch eine schnelle Aufnahme in das Pflanzengewebe und eine langanhaltende, systemische Wirkung aus. Dies macht Belanty zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz, der auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen eine konstante Leistung zeigt.

Wirkstoffe

Mefentrifluconazole
75 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Mefentrifluconazole (bekannt als Revysol) gehört zur FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren). Er greift gezielt in die Sterol-Biosynthese der Pilzzellen ein, indem er das Enzym C14-Demethylase blockiert. Ohne Ergosterol verliert die Zellmembran des Pilzes ihre strukturelle Integrität und Funktionsfähigkeit, was das Wachstum der Keimschläuche und des Myzels effektiv stoppt. Das Besondere an diesem Wirkstoff ist seine molekulare Flexibilität. Im Gegensatz zu älteren Triazolen kann sich das Mefentrifluconazole-Molekül flexibel an die Bindungsstelle des Enzyms anpassen, selbst wenn dieses bereits Mutationen aufweist. Dies sorgt für eine außergewöhnlich hohe Bindungsaffinität und sichert eine herausragende Kurativ- und Protektivleistung gegen ein breites Spektrum von Pilzkrankheiten.

Resistenzmanagement

Um die hervorragende Wirksamkeit von Belanty langfristig zu sichern, solltest du ein konsequentes Resistenzmanagement betreiben. Da Mefentrifluconazole zur FRAC-Gruppe 3 gehört, ist es wichtig, dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. SDHI oder Strobilurinen) einzusetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit DMIs und halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen und maximalen Anwendungszahlen pro Saison, um der Selektion resistenter Pilzstämme aktiv vorzubeugen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Belanty zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln und Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme pH-Werte der Spritzbrühe. Die Anwendung sollte vorzugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden erfolgen, um eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Belanty steht der Schutz von Anwender und Umwelt an erster Stelle. Trage während der Handhabung und Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten und Behandlungen in die späten Abendstunden verlegen. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZucchiniAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
LeindotterAlternaria Arten (Alternaria sp.)13–751.5 LITER_PER_HECTARE
MohnAlternaria Arten (Alternaria sp.)13–751.5 LITER_PER_HECTARE
LeinAlternaria Arten (Alternaria sp.)13–751.5 LITER_PER_HECTARE
LeindotterSclerotinia sclerotiorum13–751.5 LITER_PER_HECTARE
MohnSclerotinia sclerotiorum13–751.5 LITER_PER_HECTARE
LeinSclerotinia sclerotiorum13–751.5 LITER_PER_HECTARE
Senf-ArtenAlternaria Arten (Alternaria sp.)13–751.5 LITER_PER_HECTARE
Senf-ArtenSclerotinia sclerotiorum13–751.5 LITER_PER_HECTARE
MaulbeereEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
Heidelbeer-ArtenEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
JostaEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
StachelbeereEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
Rote JohannisbeereEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
Schwarze JohannisbeereEchte Mehltaupilze19–891.5 LITER_PER_HECTARE1T
BlumenkohlEchte Mehltaupilze14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
BrokkoliEchte Mehltaupilze14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohlMycosphaerella brassicicola14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
BrokkoliMycosphaerella brassicicola14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohlAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
BrokkoliAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)51–891.5 LITER_PER_HECTARE
SpargelBotrytis-Arten (Botrytis spp.)51–891.5 LITER_PER_HECTARE
SpargelStemphylium sp.51–891.5 LITER_PER_HECTARE
RosenkohlEchter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
Wurzel- und KnollengemüseRamularia spec.12–491.5 LITER_PER_HECTARE3T
Wurzel- und KnollengemüseEchte Mehltaupilze12–491.5 LITER_PER_HECTARE3T
Wurzel- und KnollengemüseAlternaria Arten (Alternaria sp.)12–491.5 LITER_PER_HECTARE3T
Wurzel- und KnollengemüseCercospora-Arten12–491.5 LITER_PER_HECTARE3T
Lupine-ArtenAscochyta spec.51–721.3 LITER_PER_HECTARE
KichererbseAscochyta spec.51–721.3 LITER_PER_HECTARE
SpeiselinseAscochyta spec.51–721.3 LITER_PER_HECTARE
SonnenblumeWurzelhals- und Stängelfäule der Sonnenblume31–611.5 LITER_PER_HECTARE
SonnenblumeDiaporthe helianthi31–611.5 LITER_PER_HECTARE
HopfenEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–852 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria Arten (Alternaria sp.)14–491.5 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseEchter Mehltau (Erysiphe pisi)51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBotrytis cinerea51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseAscochyta spec.51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseErbsenrost (Uromyces pisi)51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseEchter Mehltau (Erysiphe pisi)51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBotrytis cinerea51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseAscochyta spec.51–721.3 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseErbsenrost (Uromyces pisi)51–721.3 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneBotrytis fabae50–721.3 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneBotrytis cinerea50–721.3 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneAscochyta spec.50–721.3 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)50–721.3 LITER_PER_HECTARE
Garten-KürbisStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
Garten-KürbisEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
WassermeloneStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
WassermeloneEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
MeloneStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
MeloneEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
GurkeEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniStängelbrand (Didymella bryoniae)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateEchte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Echte Mehltaupilze14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Alternaria Arten (Alternaria sp.)14–891.5 LITER_PER_HECTARE3T
WeinrebeSchwarzfäule (Guignardia bidwellii)14–832 LITER_PER_HECTARE21T
WeinrebeEchter Mehltau (Uncinula necator)14–832 LITER_PER_HECTARE21T
BirneLaubkrankheit (Stemphylium vesicarium)53–852.34 LITER_PER_HECTARE28T
BirneEchter Mehltau (Podosphaera leucotricha)53–852.34 LITER_PER_HECTARE28T
ApfelEchter Mehltau (Podosphaera leucotricha)53–852.34 LITER_PER_HECTARE28T
BirneBirnenschorf (Venturia pyrina)53–852.34 LITER_PER_HECTARE28T
ApfelSchorf (Venturia spp.)53–852.34 LITER_PER_HECTARE28T
MaisFusarium-Arten31–691.25 LITER_PER_HECTARE
MaisAugenfleckenkrankheit an Mais (Kabatiella zeae)31–691.25 LITER_PER_HECTARE
MaisBlattdürre an Mais (Setosphaeria turcica)31–691.25 LITER_PER_HECTARE
KartoffelAlternaria Arten (Alternaria sp.)21–931.25 LITER_PER_HECTARE3T
SteinobstMonilinia55–891.8 LITER_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenRostpilze2 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenRostpilze2 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Belanty?

Du solltest Belanty vorzugsweise vorbeugend (protektiv) bei beginnender Infektionsgefahr oder nach Warndienstaufruf einsetzen. Die systemischen Eigenschaften ermöglichen zwar auch eine kurative Wirkung kurz nach der Infektion, doch die besten Ergebnisse erzielst du, wenn der Schutzfilm bereits vor dem Sporenflug auf den Kulturen etabliert ist.

Wie verhält sich Belanty bei unbeständigem Wetter oder Regen kurz nach der Spritzung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme ist Belanty bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest. Der Wirkstoff dringt rasch in die Wachsschicht der Blätter ein und bildet dort ein Depot, von dem aus er kontinuierlich in der Pflanze verteilt wird. Ein Regenschauer wenige Stunden nach der Behandlung beeinträchtigt die Wirkung daher in der Regel nicht.

Kann ich Belanty auch in späten BBCH-Stadien der Kulturen anwenden?

Ja, Belanty ist für einen breiten Anwendungszeitraum von BBCH 14 bis BBCH 89 registriert. Achte jedoch unbedingt darauf, die kulturspezifischen Wartezeiten (die je nach Kultur zwischen 3 und 14 Tagen liegen) bis zur Ernte exakt einzuhalten, um Rückstände zu vermeiden.

Warum ist die molekulare Flexibilität von Mefentrifluconazole für dich in der Praxis wichtig?

Viele Pilzerreger haben im Laufe der Zeit Resistenzen gegen klassische Triazole entwickelt, indem sie ihre Zielenzyme verändert haben. Die flexible Struktur von Mefentrifluconazole ermöglicht es dem Wirkstoff, sich trotz dieser Veränderungen fest an das Enzym zu binden. Für dich bedeutet das eine verlässliche Wirkung selbst auf Standorten, an denen ältere DMIs bereits Schwächen zeigen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine Kulturen?

Du kannst auf agronomy.farmable.tech ganz einfach über die Filterfunktion nach deiner spezifischen Kultur oder dem jeweiligen Schaderreger suchen. Dort werden dir alle in Deutschland (BVL) registrierten Produkte übersichtlich angezeigt, sodass du deinen Spritzplan optimal und resistenzvorbeugend gestalten kannst.

Welche Rolle spielt die Wasserhärte bei der Ausbringung von Belanty?

Belanty ist gegenüber moderaten Schwankungen der Wasserqualität sehr stabil. Bei extrem hartem Wasser oder sehr hohem pH-Wert kann jedoch die Zugabe eines geeigneten pH-Puffers oder Konditionierers sinnvoll sein, um die physikalische Stabilität der Spritzbrühe und die schnelle Wirkstoffaufnahme über die Kutikula zu unterstützen.