Basamid Granulat
Basamid Granulat ist ein bewährtes, hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Bodenentseuchung (Bodensterilisationsmittel). Als Mikrogranulat formuliert, wird es vor der Pflanzung oder Aussaat gleichmäßig auf dem Boden ausgebracht und tief eingearbeitet, um ein sauberes, pathogenfreies Saatbett zu schaffen. Es nimmt eine Schlüsselrolle im intensiven Gemüse-, Beerenobst- und Zierpflanzenbau ein, wo enge Fruchtfolgen und der Verzicht auf langjährige Brachen das Risiko bodenbürtiger Probleme massiv erhöhen.
Das Wirkungsspektrum von Basamid Granulat ist außergewöhnlich breit und erfasst gleichzeitig mehrere Schaderregergruppen. Es bekämpft tierische Schaderreger wie Wurzelgallenälchen und wandernde Wurzelnematoden ebenso zuverlässig wie bodenbürtige Pilze, die für Umfallkrankheiten, Stängel- und Wurzelfäulen verantwortlich sind. Zudem werden im Boden lebende Insekten sowie keimende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter im selben Arbeitsgang effektiv unterdrückt.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der im Granulat enthaltene Wirkstoff Dazomet ist ein sogenannter Vorläuferstoff (Pro-Pestizid). Sobald das Granulat in den feuchten Boden eingearbeitet wird, reagiert es chemisch mit dem Bodenwasser und zersetzt sich. Bei diesem Prozess wird gasförmiges Methylisothiocyanat (MITC) sowie in geringen Mengen andere flüchtige Verbindungen freigesetzt. Dieses aktive Gas diffundiert durch die Bodenporen und dringt tief in die Lebensräume der Zielorganismen ein. Auf biochemischer Ebene wirkt das freigesetzte Methylisothiocyanat als unspezifisches Zellgift (Multi-Site-Inhibitor). Es reagiert irreversibel mit den Sulfhydryl- und Aminogruppen lebenswichtiger Proteine und Enzyme in den Zellen der Schaderreger. Dies führt zu einer sofortigen Blockade des Zellstoffwechsels, zur Zerstörung von Zellmembranen und letztlich zum Absterben von Nematoden, Pilzstrukturen, Insektenlarven und quellenden Unkrautsamen im behandelten Bodenvolumen.
Resistenzmanagement
Aufgrund des unspezifischen, physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus von Methylisothiocyanat auf Proteinebene ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als extrem gering einzustufen. Ein klassisches Resistenzmanagement mit Wirkstoffwechseln ist für diese Form der Bodenentseuchung nicht erforderlich. Um die langfristige Leistungsfähigkeit des Verfahrens zu sichern, solltest du die Anwendung dennoch stets in ein integriertes Gesamtkonzept einbinden, das Fruchtfolgegestaltung, den Anbau toleranter Kulturen und strenge Feldhygiene umfasst.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da Basamid Granulat als trockenes Mikrogranulat direkt auf die Bodenoberfläche gestreut und mechanisch in die Krume eingearbeitet wird, ist eine physikalische Tankmischung in einer Feldspritze technisch ausgeschlossen und nicht vorgesehen. Eine Kombination mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern entfällt somit vollständig. Achte darauf, dass der Boden zum Zeitpunkt der Anwendung frei von frischen, unzersetzten organischen Düngern oder frisch ausgebrachtem Kalk ist, um unerwünschte chemische Nebenreaktionen im Boden zu vermeiden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Basamid Granulat steht der Anwenderschutz an oberster Stelle, da das während der Bodenreaktion freigesetzte Gas stark reizend auf Schleimhäute und Atemwege wirkt. Das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Atemschutz bei der Ausbringung, Einarbeitung und dem eventuellen Abdecken, ist zwingend erforderlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen darauf achten, dass kein Gas in angrenzende, blühende Bestände oder Bereiche mit aktivem Bienenflug entweicht. Um aquatische Organismen und das Grundwasser zu schützen, darf das Mittel nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern angewendet werden; zudem muss das Entweichen des Gases durch sorgfältiges Walzen oder das Abdecken mit gasdichten Folien konsequent minimiert werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Tomate | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Aubergine | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Pepino | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Walnuss | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Moschus-Kürbis | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Melone | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weiße Johannisbeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Steinobst | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weinrebe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Garten-Kürbis | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schwarze Johannisbeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zucchini | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Patisson | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Heidelbeer-Arten | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kernobst | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brombeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rote Johannisbeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Riesenkürbis | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Himbeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Stachelbeere | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brunnenkresse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittmangold | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Radieschen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Radieschen | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brombeere | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Steinobst | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Moschus-Kürbis | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittmangold | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Stachelbeere | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Walnuss | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Garten-Kürbis | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Riesenkürbis | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salate | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Himbeere | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Patisson | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Walnuss | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Melone | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rote Johannisbeere | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weinrebe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brunnenkresse | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Himbeere | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Moschus-Kürbis | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weinrebe | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Heidelbeer-Arten | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Moschus-Kürbis | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zucchini | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blattkohle | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Bodenpilze | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salate | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Insekten | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salate | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Wurzelgallenälchen, Wandernde Wurzelnematoden | — | 500 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 300 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie stellst du sicher, dass keine Wirkstoffrückstände mehr im Boden sind, bevor du pflanzt?
Vor jeder Neupflanzung oder Aussaat nach einer Behandlung musst du unbedingt den sogenannten Kressetest (Keimtest) durchführen. Hierzu entnehmst du Bodenproben aus der behandelten Tiefe, füllst sie in ein Einmachglas, säst Kressesamen darauf aus und verschließt das Glas luftdicht. Keimt die Kresse im Vergleich zu einer unbehandelten Probe normal und zeigt keine Verätzungen, ist der Boden vollständig gasfrei und du kannst die Kultur gefahrlos etablieren.
Welche Rolle spielen Bodentemperatur und Bodenfeuchtigkeit bei der Anwendung?
Beide Faktoren sind absolut entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Der Boden muss ausreichend feucht sein (ca. 50 bis 60 % der maximalen Wasserkapazität), damit die chemische Reaktion zur Gasfreisetzung überhaupt in Gang kommt. Die Bodentemperatur sollte in 10 cm Tiefe mindestens 10 °C, idealerweise jedoch über 15 °C betragen, da sich das Gas bei kalten Temperaturen zu langsam ausbreitet und auch der spätere Abbau stark verzögert wird.
Wie lange musst du nach der Einarbeitung warten, bis der Boden wieder nutzbar ist?
Die Wartezeit hängt stark von der Bodentemperatur ab. Bei warmen Sommerböden (über 20 °C) kann der Abbau und das Entweichen des Gases bereits nach etwa 10 bis 14 Tagen abgeschlossen sein. Bei kühleren Bodentemperaturen (um 10 bis 12 °C) kann sich dieser Prozess auf vier Wochen oder länger ausdehnen. Verlasse dich niemals auf pauschale Zeitangaben, sondern sichere dich immer über den Kressetest ab.
Warum ist das Abdecken oder Walzen des Bodens nach der Einarbeitung so wichtig?
Das Abdecken mit einer gasdichten Folie oder das intensive Andrücken der Bodenoberfläche mit einer schweren Walze (Glattwalze) verhindert, dass das hochwirksame Methylisothiocyanat-Gas zu schnell nach oben in die Atmosphäre entweicht. Dadurch bleibt die Wirkstoffkonzentration im Boden über den notwendigen Zeitraum hoch genug, um auch tiefer liegende Nematoden, Pilzsporen und Unkrautsamen sicher abzutöten.
Kannst du Basamid Granulat auch in bereits stehenden Kulturen anwenden?
Nein, das ist absolut ausgeschlossen. Basamid Granulat ist extrem phytotoxisch (pflanzenschädigend) und darf ausschließlich zur bodenentseuchenden Vorbereitung von unbepflanzten Flächen vor der Neuanlage einer Kultur angewendet werden. Jede Berührung des freigesetzten Gases mit grünen Pflanzenteilen bestehender Kulturen führt zu schweren Verätzungen und dem Absterben der Pflanzen.
Wie tief sollte das Granulat in den Boden eingearbeitet werden?
Das Granulat sollte möglichst gleichmäßig in die Hauptwurzelzone der nachfolgenden Kultur eingearbeitet werden, meist in eine Tiefe von 15 bis 25 cm. Verwende dafür geeignete Geräte wie eine Fräse oder Kreiselegge, die eine homogene Verteilung des Wirkstoffs im gesamten Bodenprofil gewährleisten, da das Gas nur kurze Strecken im Boden diffundieren kann.