Atonik
Atonik ist ein etabliertes, flüssiges Pflanzenschutzmittel aus der Klasse der Wachstumsregler und Biostimulatoren, das auf einer einzigartigen Kombination von drei synthetischen Nitrophenolaten basiert. Es wird in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen eingesetzt, um die Vitalität der Kulturen zu stärken und das Ertragspotenzial voll auszuschöpfen. Durch seine flüssige Formulierung lässt sich das Produkt hervorragend dosieren und gleichmäßig in der Spritzbrühe verteilen.
Das Anwendungsspektrum von Atonik erstreckt sich über die wichtigsten Entwicklungsphasen der Kulturen. Es unterstützt die Kulturen sowohl bei der Bewältigung von abiotischem Stress (wie Spätfrösten oder Trockenheit) als auch bei der Optimierung des vegetativen Wachstums. Ziel ist eine gezielte Förderung des Fruchtansatzes, der Fruchtgröße sowie eine allgemeine Ertrags- und Qualitätssteigerung bei der Ernte.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die Wirkung von Atonik beruht auf der biochemischen Aktivität seiner drei aktiven Wirkstoffe: Natrium-5-nitroguaiacolat, Natrium-o-nitrophenolat und Natrium-p-nitrophenolat. Nach der Applikation dringen diese Verbindungen rasch in das Pflanzengewebe ein und stimulieren dort direkt die Plasmaströmung (Zytoplasmaströmung) innerhalb der Zellen. Dies beschleunigt den Transport von Nährstoffen, Assimilaten und Enzymen signifikant. Zudem fördert Atonik die Aktivität wichtiger Enzyme, die für die Photosynthese und den Stickstoffmetabolismus verantwortlich sind. Durch diese physiologische Aktivierung wird die Regeneration nach Stressphasen beschleunigt, die Wurzelentwicklung intensiviert und die Befruchtung sowie der Fruchtansatz optimiert. Es handelt sich um eine rein stimulierende Wirkung, die die natürlichen Prozesse der Kultur unterstützt, ohne hormonelle Fehlsteuerungen zu verursachen.
Resistenzmanagement
Da es sich bei Atonik um einen physiologischen Biostimulator auf Basis von Nitrophenolaten handelt und nicht um ein klassisches Fungizid oder Insektizid, besteht kein direktes Risiko für eine Resistenzbildung bei Schaderregern. Dennoch sollte das Produkt im Rahmen eines integrierten Anbaumanagements eingesetzt werden. Die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte der Kulturen durch Atonik kann dazu beitragen, die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten zu mindern, was wiederum den Bedarf an klassischen Pflanzenschutzmitteln optimiert und somit indirekt das Resistenzmanagement des gesamten Betriebes unterstützt.
Mischbarkeit & Tankmischung
Atonik zeichnet sich durch eine sehr gute Mischbarkeit mit den meisten gängigen Blattdüngern, Fungiziden und Insektiziden aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Um die Aufnahme der Wirkstoffe zu optimieren, empfiehlt sich die Anwendung bei hoher Luftfeuchtigkeit in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extrem saure oder alkalische Spritzbrühen, um die Stabilität der Nitrophenolate nicht zu gefährden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Atonik steht der Schutz des Anwenders im Vordergrund; trage daher immer die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen direkt in blühende Kulturen verzichten oder diese in die späten Abendstunden verlegen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Tomate | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 61–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Pflaume | Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 60–79 | 0.2 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 7T |
| Cranberry | Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Tomate | Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | — | 0.3 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Hanf | Ertragssteigerung, Förderung des vegetativen Wachstums | 13–65 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Zucchini | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 61–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Brokkoli | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Gurke | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 61–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Tomate | Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | — | 0.3 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Ertragssteigerung | 61–99 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Lein | Ertragssteigerung, Förderung des vegetativen Wachstums | 13–65 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Zuckerrübe | Ertragssteigerung | 14–39 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 15T |
| Rote Johannisbeere | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Lein | Ertragssteigerung, Förderung des vegetativen Wachstums | 13–65 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Knollensellerie | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Heidelbeere | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Birne | Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität, Verbesserung der Blütenfrosthärte | 55–75 | 0.2 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 7T |
| Schalotte | Ertragssteigerung, Verbesserung der Zwiebelqualität | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 10T |
| Ölkürbis | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 12–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Preiselbeere | Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Hanf | Ertragssteigerung, Förderung des vegetativen Wachstums | 13–65 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Süßkirsche | Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 60–79 | 0.2 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 7T |
| Himbeere | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 59–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Speisezwiebel | Ertragssteigerung, Verbesserung der Zwiebelqualität | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 10T |
| Erdbeere | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 12–73 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sauerkirsche | Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 60–79 | 0.2 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 7T |
| Raps | Ertragssteigerung | 31–69 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Mohn | Ertragssteigerung, Förderung des vegetativen Wachstums | 12–65 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Schnittpetersilie | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Zucchini | Ertragssteigerung, Verbesserung der Fruchtqualität | 12–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Möhre | Ertragssteigerung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Apfelbeere | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Chinakohl | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Weiße Johannisbeere | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Stachelbeere | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Wurzelpetersilie | Ertragssteigerung, Wachstumsförderung | 12–45 | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Gurke | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 12–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sonnenblume | Ertragssteigerung, Verbesserung der Samenqualität | 12–59 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 30T |
| Schwarze Johannisbeere | Förderung der Fruchtgröße, Förderung des Fruchtansatzes, Ertragssteigerung | 11–75 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete) | Ertragssteigerung, Verbesserung der Rübenqualität | 12–49 | 0.6 LITER_PER_HECTARE | 7T |
Häufige Fragen
Wie hilft Atonik meinen Kulturen, sich nach einem Spätfrost zu erholen?
Wenn deine Kulturen durch Frost gestresst wurden, solltest du Atonik so schnell wie möglich nach dem Ereignis spritzen. Die Nitrophenolate beschleunigen die Plasmaströmung in den Zellen, wodurch geschädigtes Gewebe schneller regeneriert und der Transport von Nährstoffen zur Reaktivierung des Wachstums sofort wieder in Gang gesetzt wird.
Kann ich Atonik auch bei extremer Sommerhitze oder Trockenheit anwenden?
Ja, gerade bei abiotischem Stress wie Hitze hilft Atonik den Kulturen, den Turgordruck aufrechtzuerhalten und die Transpiration besser zu regulieren. Du solltest die Anwendung jedoch in die kühlen Abendstunden verlegen, damit die Spritzbrühe nicht sofort auf dem Blatt eintrocknet und optimal aufgenommen werden kann.
Welchen Einfluss hat Atonik auf die Qualität von Zwiebel- und Wurzelgemüse?
Durch die verbesserte Nährstoffaneignung und den gesteigerten Assimilattransport sorgt Atonik für eine gleichmäßigere Ausbildung der Zwiebeln und Rüben. Dies führt zu einer verbesserten Sortierung, einer höheren Schalenfestigkeit und somit zu einer besseren Lagerfähigkeit deiner Ernte.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung zur Förderung des Fruchtansatzes?
Um den Fruchtansatz optimal zu unterstützen, solltest du die erste Behandlung kurz vor der Blüte (z. B. im Knospenstadium) und eine Folgebehandlung während der abgehenden Blüte durchführen. Dies stärkt die Blütenorgane und fördert die Befruchtung auch bei kühler Witterung.
Wie flexibel ist die Wartezeit bei Atonik in verschiedenen Kulturen?
Die Wartezeit variiert je nach Kultur und Anwendungsbereich stark zwischen 3 und 30 Tagen. Du musst daher vor der Anwendung unbedingt die spezifischen Zulassungsauflagen für deine genaue Kultur prüfen, um Rückstände vor der Ernte sicher auszuschließen.
Kann ich Atonik zusammen mit Mikronährstoffen ausbringen?
Ja, die Kombination mit Mikronährstoffen (wie Bor oder Zink) ist besonders vor der Blüte sehr sinnvoll. Atonik verbessert die Durchlässigkeit der Zellmembranen, wodurch die applizierten Nährstoffe von der Kultur deutlich schneller und effizienter aufgenommen und verwertet werden können.