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Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

Assynt

BVL Zul.-Nr. 028854-60

Assynt ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern in einer Vielzahl von Getreidekulturen wie Winter- und Sommergerste, Winter- und Sommerweizen, Roggen und Triticale. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Tribenuron-methyl (500 g/kg), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine flexible und zuverlässige Lösung für die Unkrautkontrolle im Frühjahr. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk aus und stoppt das Wachstum empfindlicher Schaderreger unmittelbar nach der Anwendung.

Das Wirkungsspektrum von Assynt umfasst wichtige zweikeimblättrige Unkräuter, die in Getreidebeständen ertragsmindernd wirken können. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Wirkung gegen Problemunkräuter wie die Kornblume, den Acker-Senf, das Acker-Vergissmeinnicht und die Vogel-Sternmiere. Durch die niedrige Aufwandmenge und die hervorragende Kulturverträglichkeit ist Assynt ein wertvoller Baustein in modernen Pflanzenschutzstrategien für den professionellen Ackerbau.

Wirkstoffe

Tribenuron
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Assynt enthaltene Wirkstoff Tribenuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System in die Gruppe 2 (früher Gruppe B) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS), welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in Pflanzen einnimmt. Ohne diese Aminosäuren kommt die Proteinsynthese und damit die Zellteilung in den betroffenen Unkräutern rasch zum Erliegen. Nach der Applikation wird der Wirkstoff hauptsächlich über die Blätter, aber auch in geringem Maße über die Wurzeln aufgenommen und systemisch in der Pflanze transportiert. Er sammelt sich in den meristematischen Geweben (Wachstumszonen) an. Bereits wenige Stunden nach der Behandlung stoppt das Wachstum der empfindlichen Schaderreger. Sichtbare Symptome wie Chlorosen, Nekrosen der Triebspitzen und ein allmähliches Absterben des Unkrauts zeigen sich je nach Witterung innerhalb von ein bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Da Tribenuron als ALS-Hemmer (HRAC-Gruppe 2) ein hohes Risiko für die Resistenzentwicklung aufweist, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Du solltest Assynt daher nicht wiederholt oder ausschließlich auf derselben Fläche anwenden. Um die Entstehung resistenter Biotypen – insbesondere bei Unkräutern wie der Vogel-Sternmiere – zu verhindern, empfiehlt sich der regelmäßige Wirkstoffwechsel mit Herbiziden aus anderen HRAC-Klassen, wie beispielsweise synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4). Auch die Kombination in Tankmischungen mit Partnern, die einen anderen Wirkungsmechanismus besitzen, sichert die langfristige Wirksamkeit des Produkts.

Mischbarkeit & Tankmischung

Assynt zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Getreideherbiziden, Fungiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Die Zugabe eines zugelassenen Netzmittels (Adjuvans) kann die Benetzung der Blattoberfläche und die Wirkstoffaufnahme insbesondere bei trockener Witterung oder stark wachsbeschichteten Unkrautblättern deutlich verbessern. Achte darauf, sauberes Wasser zu verwenden und die Spritzbrühe direkt nach dem Ansetzen zügig auszubringen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Assynt steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage bei der Handhabung des Konzentrats und während der Applikation stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich den direkten Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an Nichtzielorganismen zu verhindern, sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu vermeiden und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteKornblume, Acker-Senf, Acker-Vergissmeinnicht13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterhartweizenKornblume, Acker-Senf, Acker-Vergissmeinnicht13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenKornblume, Acker-Senf, Acker-Vergissmeinnicht13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommertriticaleZweikeimblättrige Unkräuter13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerroggenZweikeimblättrige Unkräuter13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenKornblume, Acker-Senf, Acker-Vergissmeinnicht13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleKornblume, Acker-Senf, Acker-Vergissmeinnicht13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerhartweizenZweikeimblättrige Unkräuter13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommergersteZweikeimblättrige Unkräuter13–390.03 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann solltest du Assynt im Frühjahr optimal anwenden?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Frühjahr, sobald die Vegetation einsetzt und die Unkräuter aktiv wachsen. Idealerweise befinden sich die Zielunkräuter im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, während sich deine Kultur im BBCH-Bereich von 13 bis 39 befindet. Aktives Wachstum und milde Temperaturen begünstigen die Wirkstoffaufnahme und führen zu den schnellsten Bekämpfungserfolgen.

Wie reagiert das Mittel, wenn du es bei niedrigen Temperaturen spritzt?

Du kannst Assynt bereits bei kühlen Temperaturen ab etwa 5 °C einsetzen, solange die Unkräuter aktiv wachsen. Bei starkem Nachtfrost oder extremen Temperaturschwankungen solltest du die Behandlung jedoch verschieben, da der Wirkstofftransport in der Pflanze verlangsamt wird und die Wirkung verzögert eintreten kann.

Kannst du Assynt auch in einer Tankmischung mit flüssigen Stickstoffdüngern (AHL) ausbringen?

Ja, eine Ausbringung in Kombination mit reinem AHL ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch besondere Vorsicht. Um Kulturschäden wie Verbrennungen zu vermeiden, sollte deine Kultur eine stabile Wachsschicht aufweisen, absolut trocken sein und die Temperaturen nicht über 20 °C liegen. Verwende bei AHL-Mischungen keine zusätzlichen Netzmittel.

Welche Unkräuter kannst du mit Assynt nicht ausreichend bekämpfen?

Als reines Dicotylen-Herbizid erfasst Assynt keine einkeimblättrigen Unkräuter wie Windhalm, Acker-Fuchsschwanz oder Flughafer. Auch gegen Kletten-Labkraut zeigt der Wirkstoff Tribenuron allein oft nur eine unzureichende Wirkung. In solchen Fällen solltest du einen geeigneten Mischungspartner hinzuziehen, um Wirkungslücken zu schließen.

Wie lange musst du nach der Anwendung von Assynt warten, bevor du eine Nachfolgekultur anbaust?

Nach dem regulären Umbruch einer mit Assynt behandelten Getreidekultur können im Rahmen der normalen Fruchtfolge im Herbst in der Regel problemlos Wintergetreide oder Raps angebaut werden. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur (z. B. durch Frostschäden) empfiehlt sich eine tiefe Bodenbearbeitung wie Pflügen, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen, bevor du empfindliche Kulturen einsäst.

Wie findest du auf agronomy.farmable.tech weitere Pflanzenschutzmittel, die gegen Vogel-Sternmiere in Gerste zugelassen sind?

Du kannst auf unserer Plattform gezielt nach dem Schaderreger 'Vogel-Sternmiere' filtern und diesen mit der Kultur 'Gerste' kombinieren. Das System listet dir dann alle in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel auf, sodass du Wirkstoffe vergleichen und eine optimale Resistenzstrategie für deinen Betrieb planen kannst.