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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

ARNOLD

BVL Zul.-Nr. 008286-00

ARNOLD ist ein leistungsstarkes, flüssiges Herbizid-Formulierungskonzept (Suspensionskonzentrat), das speziell für den anspruchsvollen Einsatz im professionellen Ackerbau entwickelt wurde. Mit der bewährten Wirkstoffkombination aus Flufenacet und Diflufenican zielt das Pflanzenschutzmittel auf eine breite Palette von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Schaderregern ab. Es eignet sich hervorragend für die Etablierung sauberer Bestände direkt ab der Keimphase.

Durch seine Formulierung lässt sich ARNOLD leicht dosieren und gleichmäßig im Tank suspendieren. Es besetzt eine strategisch wichtige Position im herbstlichen Pflanzenschutz, da es sowohl über den Boden als auch über das junge Blattgewebe wirkt. Dies sichert dir eine hohe Flexibilität beim Anwendungstermin und sorgt dafür, dass deine Kulturen ohne ertragsmindernde Konkurrenz durch Unkräuter und Ungräser aufwachsen können.

Wirkstoffe

Diflufenican
200 g/L · Wirkstoff
Flufenacet
400 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Effektivität von ARNOLD basiert auf zwei sich perfekt ergänzenden Wirkungsmechanismen. Der Wirkstoff Flufenacet gehört zur HRAC-Gruppe 15 (Hemmung der Synthese sehr langkettiger Fettsäuren). Er wird hauptsächlich über die Wurzeln und den Keimling (Hypokotyl) auflaufender Gräser aufgenommen. Indem er die Zellteilung und das Zellstreckungswachstum in den Bildungsgeweben stört, verhindert er das erfolgreiche Auflaufen und die Etablierung der Schadgräser. Diflufenican hingegen ist der HRAC-Gruppe 12 zugeordnet und wirkt als Hemmstoff der Phytoendesaturase (PDS), einem Schlüsselenzym bei der Biosynthese von Carotinoiden. Da Carotinoide das Chlorophyll vor photodynamischer Zerstörung durch Sonnenlicht schützen, führt das Fehlen dieser Pigmente zu einer charakteristischen Aufhellung (Bleichung) und dem anschließenden Absterben der betroffenen Unkräuter. Dieser Wirkstoff verbleibt als stabiler Film auf der Bodenoberfläche und erfasst nachkeimende Schaderreger über einen längeren Zeitraum.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei wirtschaftlich bedeutenden Schadgräsern wie dem Ackerfuchsschwanz oder dem Windhalm, wirksam vorzubeugen, nutzt ARNOLD bereits den Vorteil zweier unterschiedlicher HRAC-Klassen. Dennoch solltest du dieses Pflanzenschutzmittel stets in ein weitsichtiges Fruchtfolge- und Resistenzmanagement integrieren. Wechsle in den Folgekulturen oder bei nachfolgenden Frühjahrsbehandlungen auf Wirkstoffe mit anderen Mechanismen (z. B. HRAC 2 oder HRAC 9) und kombiniere chemische Maßnahmen mit ackerbaulichen Praktiken wie einer sorgfältigen Bodenbearbeitung und der Förderung der Konkurrenzkraft deiner Kulturen.

Mischbarkeit & Tankmischung

ARNOLD zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbiziden, Fungiziden und flüssigen Blattdüngern (wie AHL) aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab einen einfachen Mischungstest in einem kleinen Gefäß durchführen. Für eine optimale Benetzung und die Ausbildung eines lückenlosen Wirkstofffilms auf dem Boden empfiehlt sich eine Wassermenge von 200 bis 400 Litern pro Hektar, ausgebracht auf ein gut abgesetztes, feinkrümeliges Saatbett.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ARNOLD steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern grundsätzlich auf Anwendungen in blühende Bestände oder auf Flächen mit aktivem Bienenflug verzichten und Behandlungen bevorzugt in die späten Abendstunden verlegen. Um Einträge in Oberflächengewässer zu vermeiden, sind abdriftmindernde Düsen sowie die Einhaltung angemessener Abstände zu Gewässerrändern dringend zu empfehlen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von ARNOLD?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Schaderreger. Da die Wirkstoffe stark über den Boden aufgenommen werden, profitierst du am meisten von einer Anwendung auf feuchten Boden kurz nach der Saat, da die Feuchtigkeit den Wirkstofftransport an die Unkrautwurzeln aktiviert.

Wie erkennst du, dass ARNOLD seine Wirkung auf Unkräuter entfaltet?

Ein typisches Symptom für die Wirkung von ARNOLD ist das sogenannte 'Bleaching' (Ausbleichen) der betroffenen Unkräuter, das durch den Wirkstoff Diflufenican verursacht wird. Die Pflanzen verlieren ihre grüne Farbe, werden weißlich bis rötlich und sterben schließlich innerhalb weniger Tage nach dem Auflaufen ab.

Welche Bodenbedingungen optimieren die Wirkung des Pflanzenschutzmittels?

Für eine optimale Bodenwirkung benötigt ARNOLD ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ohne grobe Kluten oder übermäßige Strohauflagen. Zudem ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit entscheidend, damit sich die Wirkstoffe im oberen Bodenhorizont verteilen und von den keimenden Schaderregern aufgenommen werden können.

Wie integrierst du ARNOLD am besten in dein Resistenzmanagement?

Obwohl ARNOLD durch seine zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichen HRAC-Klassen (12 und 15) bereits einen eingebauten Schutz bietet, solltest du Wirkstoffwechsel betreiben. Verwende in der Fruchtfolge oder im Frühjahr Herbizide mit anderen Wirkmechanismen und nutze pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und mechanische Unkrautbekämpfung.

Was musst du bei der Erstellung von Tankmischungen mit ARNOLD beachten?

ARNOLD ist generell gut mischbar mit vielen flüssigen Düngern (wie AHL) und anderen Herbiziden. Achte darauf, zuerst ARNOLD im Tank vollständig zu suspendieren, bevor du weitere Mischpartner hinzugibst. Führe bei unbekannten Mischungen immer vorab eine kleine Mischprobe durch, um physikalische Unverträglichkeiten auszuschließen.

Wie schützt du Bienen und andere Nützlinge bei der Anwendung?

Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du vorsorglich handeln: Vermeide die Anwendung auf blühenden Kulturen oder Unkräutern, die aktiv von Bienen angeflogen werden. Verlege die Spritzung in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist, um das Risiko für Bestäuber zu minimieren.