A14203B
A14203B von Syngenta Agro GmbH ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und der problematischen Hühnerhirse im Mais (ZEAMX). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (500 g/kg), bietet dieses Herbizid eine hervorragende Selektivität in der Kultur und sorgt für einen unkrautfreien Start der Maispflanzen in der kritischen Jugendentwicklung.
Das Produkt zeichnet sich durch seine flexible Anwendung im Nachauflauf aus. Es wird schnell über die Blätter und Wurzeln der Schaderreger aufgenommen und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze. Dadurch werden auch spätauflaufende Unkrautwellen effektiv erfasst, was dir eine hohe Flexibilität im Feldmanagement ermöglicht.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Familie der Triketone und ist als HPPD-Inhibitor in die HRAC-Gruppe 27 eingestuft. Er hemmt gezielt das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD) in den Schaderregern. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon, welches wiederum ein unverzichtbarer Cofaktor für die Bildung von schützenden Carotinoiden ist. Durch die Hemmung dieses Stoffwechselwegs wird die Carotinoidsynthese unterbrochen. Ohne diese Schutzpigmente führt das einfallende Sonnenlicht zu einer unkontrollierten Photooxidation und zur Zerstörung des Chlorophylls. Dies äußert sich visuell in einem charakteristischen Ausbleichen (Bleaching) der Triebspitzen und Blätter der betroffenen Unkräuter, gefolgt von einer vollständigen Nekrose.
Resistenzmanagement
Um das Risiko einer Resistenzbildung bei Unkräutern wie der Hühnerhirse zu minimieren, solltest du A14203B stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den ausschließlichen, wiederholten Einsatz von HPPD-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 27) auf derselben Fläche. Kombiniere das Pflanzenschutzmittel oder wechsle es in der Fruchtfolge mit Herbiziden ab, die über andere Wirkungsmechanismen verfügen, wie beispielsweise ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2) oder Photosynthese-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 5).
Mischbarkeit & Tankmischung
A14203B zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit vielen gängigen Maisherbiziden und Bodenpartnern, um das Wirkungsspektrum insbesondere gegen schwer bekämpfbare Gräser abzurunden. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasserqualität und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Die Zugabe von geeigneten Netzmitteln oder Additiven kann die Wirkstoffaufnahme über das Blatt unter trockenen Bedingungen optimieren, sollte jedoch immer vorab auf die Verträglichkeit in der Kultur geprüft werden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit A14203B ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz) bei der Anmischung und Anwendung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsstufe vorgegeben ist, gilt die allgemeine landwirtschaftliche Praxis, das Mittel nicht auf blühende Kulturen oder Unkräuter auszubringen, die aktiv von Bienen beflogen werden; weiche hierzu vorzugsweise auf die Abendstunden aus. Um Gewässerorganismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Saumbiotope strikt zu vermeiden und die gängigen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Mais | Hühnerhirse, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 12–19 | 300 GRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann solltest du A14203B im Mais am besten anwenden?
Der optimale Behandlungszeitraum liegt im frühen bis mittleren Nachauflauf der Kultur, konkret zwischen den BBCH-Stadien 12 und 19. Achte darauf, dass die Schaderreger bereits aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden, da der Wirkstoff primär über das Blatt aufgenommen wird.
Wie erkennst du, ob die Behandlung bei den Schaderregern wirkt?
Die Wirkung zeigt sich sehr markant: Bereits wenige Tage nach der Anwendung verfärben sich die Triebspitzen und Blätter der getroffenen Schaderreger charakteristisch weiß. Dieses sogenannte Bleaching breitet sich rasch aus, gefolgt von Nekrosen, bis die Unkräuter schließlich vollständig absterben.
Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für den Erfolg deiner Behandlung?
Obwohl der Wirkstoff Mesotrione hauptsächlich über das Blatt aufgenommen wird, besitzt er auch eine ausgeprägte Bodenwirkung. Eine gute Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung oder zeitnahe Niederschläge aktivieren diesen Wirkstoffdepot-Effekt im Boden, wodurch auch später keimende Unkrautwellen effektiv unterdrückt werden.
Solltest du A14203B auch bei extremen Wetterbedingungen spritzen?
Nein, vermeide Anwendungen bei extremer Hitze über 25 °C oder starker, direkter Sonneneinstrahlung am Mittag, da dies die Kultur stressen kann. Optimal sind milde, wolkige Tage oder die Ausbringung in den kühleren Abendstunden, wenn die Schaderreger voll im Saft stehen und den Wirkstoff optimal aufnehmen.
Wie findest du im Agronomy-Hub weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Hühnerhirse?
Du kannst im Hub gezielt nach dem Schaderreger 'Hühnerhirse' filtern und deine Kultur 'Mais' auswählen. Das System listet dir dann alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel auf, sodass du Wirkstoffe im Sinne eines vorausschauenden Resistenzmanagements einfach rotieren kannst.